RITTER SPORT

Quadratur des Kreises

RITTER SPORT Der schwäbische Schokoladenhersteller verdient kaum Geld – und hat dennoch große Pläne.

SÜßE VER­SU­CHUNG CEO An­dre­as Ron­ken kur­belt den Um­satz mäch­tig an

Schon der Start in den Be­ruf kos­te­te An­dre­as Ron­ken (50) fast das Le­ben. Auf dem Weg zur Job­mes­se in Köln ramm­te in den 90er Jah­ren eine Stra­ßen­bahn sei­nen Wa­gen. Ex­trem­si­tua­tio­nen sind seit­dem ein treu­er Be­glei­ter. Auch als Chef des Scho­ko­la­den­her­stel­lers Rit­ter Sport wird es ihm nicht lang­wei­lig wer­den.

Vom Süß­wa­ren­rie­sen Mars wech­sel­te Ron­ken Ende 2005 als Pro­duk­ti­ons­chef in die Ge­schäfts­füh­rung von Rit­ter Sport. Dort hat­te Mit­in­ha­ber Al­fred Rit­ter (64) ge­ra­de sei­nen CEO ge­schasst und die Füh­rung selbst über­nom­men. Kaum schrieb der Kon­zern 2008 wie­der schwar­ze Zah­len, mel­de­te sich das Kar­tell­amt und be­zich­tig­te Rit­ter il­le­ga­ler Preis­ab­spra­chen. Al­fred tob­te und droh­te mit dem Ende des 1912 ge­grün­de­ten Tra­di­ti­ons­be­triebs. 2013 zahl­te er zäh­ne­knir­schend 7,8 Mil­lio­nen Euro Stra­fe. Doch statt Frie­den stell­te sich das nächs­te Fi­as­ko ein.

Die Stif­tung Wa­ren­test be­haup­te­te, Rit­ter wür­de künst­li­che Aro­ma­stof­fe ein­set­zen, ohne die­se zu de­kla­rie­ren. Der Auf­schrei war ge­wal­tig, am Ende ob­sieg­te Rit­ter vor Ge­richt. Der Tri­um­pha­tor ver­ab­schie­de­te sich zu­rück in den Bei­rat und über­gab zum Jah­res­wech­sel 2014/​15 an sei­nen treu­en Be­glei­ter Ron­ken. Den Um­satz hat­te er bis da­hin na­he­zu ver­dop­pelt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.