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ESSIG IM BLUT

MANAGEMENT Mit Gurken, Senf und Sauerkraut konnte die Hamburger Familienfirma Kühne nicht mehr viel reißen. Eine radikale Verjüngungskur hat der Traditionsmarke neuen Schwung gegeben. Lernstoff für den Mittelstand.

GIBT SICH SAU­RES Küh­ne-Chef Ste­fan Leitz kann von Gur­ken nicht ge­nug be­kom­men

Stefan Leitz (53) ist HSV-Fan – mit Dau­er­kar­te, wie es sich ge­hört. Ge­mein­sam mit sei­nem 16-jäh­ri­gen Sohn be­sucht der Chef der Es­sig-, Senf- und Ge­würz­gur­ken­fir­ma Carl Küh­ne fast alle Heim­spie­le im Ham­bur­ger Volks­park­sta­di­on.

Leit­z' Lei­den­schaft haf­tet frei­lich et­was Ma­so­chis­ti­sches an. Schon sport­lich be­rei­tet der HSV nicht im­mer Zu­schau­er­ver­gnü­gen. Über­dies er­schrickt Leitz re­gel­mä­ßig, wenn die Ul­tras in der Nord­kur­ve „Küh­ne raus“ skan­die­ren.

Da­mit ist we­der der im Sta­di­on auf die Wurst­pap­pe ge­schmier­te Senf ge­meint noch sein Pro­du­zent, son­dern HSV-Mä­zen Klaus-Mi­cha­el Küh­ne (80). Der In­ha­ber der Lo­gis­tik­fir­ma Küh­ne+Na­gel zieht mit sei­nen Ein- und Aus­fäl­len im­mer wie­der den Un­mut des Fuß­ball­volks auf sich – hat aber mit Sau­er­ge­mü­se nicht das Ge­rings­te zu tun. Den­noch wird in Fan­blogs schon mal zum Boy­kott von Küh­ne-Gur­ken auf­ge­ru­fen. Leitz hält sei­ne PR-Ab­tei­lung dazu an, die ein­schlä­gi­gen Fo­ren zu be­ob­ach­ten und die schlimms­ten Irr­tü­mer auf­zu­klä­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.