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PUNK LOHNT SICH

VICE – Shane Smith hat aus einem gedruckten Szenemagazin den aufregendsten und teuersten Medienkonzern der Digitalära geschaffen. Wie stark lässt sich der Jugendkult noch kapitalisieren?

DER MIT DEM BÄR POST Sha­ne Smith ist bei Vice Grün­der, CEO und Chefre­bell

Wer sich jung und al­ter­na­tiv fühl­te in New York, der zog nach Wil­li­ams­burg. So lief das vie­le Jah­re. Die Hips­ter ver­dräng­ten die Ju­den, die das güns­ti­ge Stück Brook­lyn lan­ge weit­ge­hend für sich hat­ten. Die fluch­ten und be­te­ten zu Gott, dass die­se „Künst­ler­pla­ge“ end­lich ein Ende habe.

Die Ge­be­te wur­den nicht er­hört. Heu­te steht das Vier­tel für hohe Mie­ten und Or­ga­nic Soy Lat­te. Kaum ir­gend­wo hat sich die Gen­tri­fi­zie­rung stär­ker ein­ge­brannt als beim Me­di­en­kon­zern Vice, der mit­ten in Wil­li­ams­burg sitzt. Auch wenn sie sich dort viel Mühe ge­ben, den Auf­stieg ins Es­ta­blish­ment läs­sig aus­se­hen zu las­sen.

Die Mit­ar­bei­ter sind jung, vie­le se­hen aus, als hät­ten sie ge­ra­de erst ih­ren Ba­che­lor ab­ge­schlos­sen. Auf der Ter­ras­se mit Blick nach Man­hat­tan hat die Be­leg­schaft Bio­kräu­ter an­ge­baut. In der Lob­by steht ein wei­ßer Flü­gel; an der Bar trin­ken Re­por­ter „Old Blue Last“, das Fir­men­bier. „To­tal­ly awe­so­me“, schwärmt ei­ner.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.