CERBERUS

Unstill­barer Appetit

CERBERUS Knallhart und klandestin: Durch den Commerzbank-Einstieg wird der US-Investor zum Machtfaktor in Europas Finanzindustrie. Ein Ortsbesuch in New York.

HÖLLEN­HUND In der grie­chi­schen My­tho­lo­gie be­wacht der drei­köp­fi­ge Ker­be­ros den Ein­gang zur Un­ter­welt, auf dass kein Le­ben­der hin­ein­kom­me – und kein To­ter her­aus

Als sich Ste­phen Fein­berg (57) und Mark Ne­po­rent (60) das ers­te Mal tra­fen, wa­ren sie noch er­bit­ter­te Geg­ner. 1992 ver­han­del­ten sie über das Schick­sal des Com­pu­ter­her­stel­lers Wang La­bo­ra­to­ries. Der kon­kur­rier­te in den 80ern auf Au­gen­hö­he mit Bran­chen­grö­ßen wie IBM und Dell; sei­ne Mi­ni­com­pu­ter ge­nos­sen Kult­sta­tus.

Doch Miss­ma­nage­ment hat­te das Un­ter­neh­men un­ter sei­ner Schul­den­last zu­sam­men­bre­chen las­sen. Nun sa­ßen die po­ten­zi­el­len Res­te­ver­wer­ter über Wang zu Ge­richt. Wer wür­de den Po­ker um den Fir­menka­da­ver ge­win­nen: Fein­berg mit sei­ner eben erst ge­grün­de­ten Pri­va­te-Equi­ty-Fir­ma Cer­be­rus? Oder der Fi­nanz­in­ves­tor Stein­hardt Part­ners, be­ra­ten von Ne­po­rent, An­walt der New Yor­ker Wirt­schafts­kanz­lei Schul­te Roth & Za­bel?

Stein­hardt er­hielt den Zu­schlag – und Ne­po­rent we­ni­ge Tage spä­ter ei­nen An­ruf von Fein­berg. „Ste­ve sag­te, er wol­le mich künf­tig auf sei­ner Sei­te des Ti­sches ha­ben“, er­in­nert sich Ne­po­rent heu­te, 25 Jah­re spä­ter. Fein­berg hasst Nie­der­la­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.