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Ralf Reichert

TURTLE ENTERTAINMENT Von Köln aus treibt der Zocker den globalen Boom des Profi-Gamings voran. Sein neuester Sponsor: Mercedes-Benz.

Ralf Rei­cherts Bü­ro­stuhl ist wie ge­macht für Sitz­sport­ler. De­signt wie ein Scha­len­sitz, mit blau­en und grau­en Strei­fen auf wei­ßem Grund, ge­hört er zur Ba­sis­aus­stat­tung für Leu­te wie ihn. Sie nen­nen sich E-Sport­ler und ver­die­nen ihr Geld da­mit, auf Tur­nie­ren ge­gen­ein­an­der an­zu­tre­ten. Leu­te, die Sport mit viel Be­we­gung as­so­zi­ie­ren, mö­gen dar­über lä­cheln, doch die Sie­ger strei­chen sechs­stel­li­ge Preis­gel­der ein. Für Rei­chert (42) läuft es noch bes­ser. Er muss nicht mal mehr selbst spie­len, um Kas­se zu ma­chen.

Der Mann hat schnel­ler als an­de­re be­grif­fen, dass man aus der Pro­fi­zo­cke­rei am Bild­schirm ein ech­tes Busi­ness­mo­dell bau­en kann. Pünkt­lich zur Jahr­tau­send­wen­de, als Mo­ni­to­re noch bau­chig und Smart­pho­nes nicht er­fun­den wa­ren, grün­de­te er die Turt­le En­ter­tain­ment GmbH. Heu­te hat das Un­ter­neh­men gut 500 Mit­ar­bei­ter, und Rei­chert macht Ge­schäf­te mit Kon­zer­nen wie In­tel.

Turt­le En­ter­tain­ment ver­an­stal­tet Tur­nie­re im Auf­trag von Spie­le­her­stel­lern, ge­hört mit sei­ner Mar­ke ESL (Elec­tro­nic Sports Le­ague) aber auch selbst zu den welt­weit größ­ten Aus­rich­tern der Batt­les und ver­kauft die da­mit ge­ne­rier­te Reich­wei­te. Wenn sich Ende Ok­to­ber die Ga­mer in Ham­burgs Bar­clay­card Are­na tref­fen, wird Mer­ce­des-Benz das Spek­ta­kel spon­sern. Und bei der deut­schen Meis­ter­schaft ist die jeg­li­chen Ju­gend­kults un­ver­däch­ti­ge Bau­spar­kas­se Wüs­ten­rot da­bei, um, nach ei­ge­nem Be­kun­den, „die Mar­ke po­si­tiv bei der Ziel­grup­pe der 18- bis 24-Jäh­ri­gen auf­zu­la­den“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.