K+S

DEUTSCHLAND VON UNTEN

K+S Der Kali- und Salzförderer leidet unter jahrelangem Missmanagement – ein gefundenes Fressen für Spekulanten.

SCHATZ­SU­CHER Aus den Mi­nen an der Wer­ra för­dern Ar­bei­ter Mi­ne­ra­li­en – lei­der nur knapp un­ter Welt­markt­preis

Es war ein Knie­fall der be­son­de­ren Art. Burk­hard Lohr (54), seit Mai Chef des Berg­bau­kon­zerns K+S, sank nicht nur ein­mal hin, son­dern gleich vier­fach: Vor der Bür­ger­meis­te­rin ei­ner 6000-See­len-Ge­mein­de an der thü­rin­gisch-hes­si­schen Gren­ze. Vor dem Vor­sit­zen­den ei­ner Bür­ger­initia­ti­ve. Vor dem Vor­stand des BUND in Hes­sen. Und schließ­lich vor dem Ver­tre­ter ei­ner An­rai­ner­kon­fe­renz. Je­des Mal zeig­te er Reue und ge­lob­te Bes­se­rung.

Lohrs Kon­zern K+S mit Sitz in Kas­sel treibt Raub­bau an der Um­welt: Durch die Ent­sor­gung von Pro­duk­ti­ons­ab­fäl­len in tie­fe Ge­steins­schich­ten und in die Wer­ra wer­den Bö­den und Ge­wäs­ser ver­sal­zen. Die „Kri­ti­ker“, wie sie im K+S-Jar­gon ge­nannt wer­den, kämp­fen seit Jah­ren ve­he­ment ge­gen die­se Art der Ver­schmut­zung, zu­letzt po­li­tisch un­ter­stützt von den grü­nen Um­welt­mi­nis­te­rin­nen in Hes­sen und Thü­rin­gen. Lohr weiß in­zwi­schen kaum noch, wo­hin mit den Salz­lau­gen und Mi­ne­ra­li­en, die beim Ab­bau der Flö­ze ent­ste­hen.

Der CEO hat In­ves­ti­tio­nen in Höhe von 360 Mil­lio­nen Euro ver­spro­chen, um die Öko­sün­den zu lin­dern – und wei­ter för­dern zu kön­nen. Doch das be­frie­det die Ak­ti­vis­ten nicht. „Was Lohr an­bie­tet, reicht noch nicht aus“, sagt Klaus Rein­hardt, Chef der Bür­ger­initia­ti­ve „Für ein le­bens­wer­tes Wer­ra­tal“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.