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TRENDS

„Die Forke im Anschlag“

UMWELT Nirgends wird so viel geschummelt und getrickst wie im grünen Sektor. Eine Geschichte über Ökolügen und bittere Wahrheiten.

Die Idyl­le scheint per­fekt. Die Ge­mar­kung Welm­büt­tel, in der schles­wig-hol­stei­ni­schen Geest ge­le­gen, wirbt mit ei­nem im­po­san­ten Find­ling aus der Eis­zeit als Top­se­hens­wür­dig-keit. An­sons­ten: viel Was­ser, viel Wald und noch mehr Be­schau­lich­keit. An­de­rer­seits kann man sich des Ein­drucks nicht er­weh­ren, dass die lo­ka­le Eis­zeit im­mer noch nicht ganz über­stan­den ist, je­den­falls, was das zwi­schen­mensch­li­che Kli­ma an­geht.

Die rund 25 Wind­müh­len, die in der Ge­gend auf­ge­stellt wer­den sol­len, spal­ten das 400-See­len-Dorf. Orts­of­fi­zi­el­le und Land­be­sit­zer (oft in Per­so­nal­uni­on) sind da­für; ein star­kes Bür­ger­bünd­nis wen­det sich da­ge­gen. „Wir ste­hen mit der For­ke im An­schlag“, sagt Eike Zie­he; die Di­plom­in­ge­nieu­rin führt die Anti-Wind­kraft-Be­we­gung an.

Nach­barn re­den kaum noch mit­ein­an­der, eine kirch­li­che Frie­dens­in­itia­ti­ve schei­ter­te. Bis­lang ha­ben Zie­he und Al­li­ier­te die An­la­gen ver­hin­dern kön­nen. „Aber wir müs­sen wohl noch zwei wei­te­re Jah­re kämp­fen“, glaubt die en­er­gi­sche Frau, die ih­ren Mit­strei­tern re­gel­mä­ßig die Fra­ge stellt: „Geht ihr noch mit?“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.