MAGISCHES VIERECK

Es lebe das Vollgeld

Der kaputte Finanzsektor hält die Weltwirtschaft in Atem. Er muss noch viel radikaler zurechtgestutzt werden.
Von Henrik Müller

Als vor neun Jah­ren die Fi­nanz­kri­se die Welt­wirt­schaft er­dros­sel­te, schlich sich eine neue Flos­kel in die Ma­na­ger­spra­che: „the new nor­mal“. Die neue Nor­ma­li­tät stand für we­ni­ger Wachs­tum und nied­ri­ge­re Ge­win­ne. Nüch­ter­ne Zei­ten also.

Die Nüch­tern­heit hielt nicht lan­ge an. Zwar sind die Ban­ken heu­te strik­ter re­gu­liert als da­mals. Aber von Zu­rück­hal­tung ist nichts zu spü­ren. Die Ge­win­ne sind hoch, die Kur­se noch hö­her als frü­her: Ak­ti­en und An­lei­hen sind so teu­er wie noch nie, rech­nen Ana­lys­ten der Deut­schen Bank vor. Und auch die Im­mo­bi­li­en­prei­se ha­ben vie­ler­orts his­to­ri­sche Di­men­sio­nen ge­sprengt.

Nein, nor­mal ist das al­les nicht. Denn die Kehr­sei­te der ho­hen Be­wer­tun­gen sind enor­me Ver­bind­lich­kei­ten. Die Welt schiebt ei­nen gi­gan­ti­schen Schul­den­berg vor sich her: 140 Bil­lio­nen Dol­lar, 40 Pro­zent mehr als vor zehn Jah­ren. In Chi­na schwillt eine Kre­dit­bla­se an, ge­gen die das Sub­pri­me-Kon­strukt ein Sei­fen­bläs­chen war.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.