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Tanz um den goldenen Bullen

EURO 500 Unter die größten Börsenwerte mischen sich zunehmend digitale Gewinner. manager magazin zeigt, welche Techwerte sich für Anleger lohnen.

Döner für 1,50 Euro beim tür­ki­schen Im­biss, ein Zuc­chi­niome­lette für 6 Euro in der „Pa­ni­no­te­ca Bar Wall Street“ oder pseu­doi­ta­lie­ni­sche Zu­mu­tun­gen bei der US-Ket­te Do­mi­no's Piz­za: Ales­san­dro Foti (57), Chef der Fine­co-Bank, hat es nicht leicht, wenn er mit­tags in der Nähe sei­ner Mai­län­der Zen­tra­le stan­des­ge­mäß es­sen ge­hen will. Der vier­stö­cki­ge Bau aus beige ver­putz­tem Be­ton liegt zwi­schen Pe­rü­cken­lä­den und Ein-Euro-Märk­ten im Bahn­hofs­vier­tel. Um die Spe­sen­tem­pel in der In­nen­stadt zu er­rei­chen, müss­te Foti eine Vier­tel­stun­de gen Sü­den stram­peln. Der CEO ist auch an die­sem son­ni­gen Spät­som­mer­tag Mit­te Sep­tem­ber wie­der mit dem Rad von sei­ner Hei­mat­stadt Pa­via ins Büro ge­fah­ren, im­mer­hin fast eine Ma­ra­thon­dis­tanz. „Das sind schon 80 Ki­lo­me­ter, hin und zu­rück – aber die Stre­cke ist ja flach“, sagt Foti.

Bahn­hofs­vier­tel statt Dom und Sca­la, Rad statt Dienst­wa­gen: Die Spar­sam­keit macht sich be­zahlt. Foti braucht nur 43 Cent zu in­ves­tie­ren, um ei­nen Euro zu ver­die­nen. Die deut­sche On­line­bank Com­di­rect be­nö­tigt dazu mehr als 75 Cent. Der wich­tigs­te Trei­ber der Ef­fi­zi­enz von Fine­co ist je­doch, dass Foti das Ge­schäft weit­ge­hend di­gi­ta­li­siert hat.

Dazu setzt der Grün­der auf ein in­no­va­ti­ves Ge­schäfts­mo­dell: Cy­borg-Ad­vi­so­ry, eine Ver­mö­gens­ver­wal­tung, op­ti­mal er­reich­bar über Smart­pho­ne und Ta­blet, aber ver­kauft und ge­steu­ert von mehr als 2600 Be­ra­tern. Die be­kom­men kein Ge­halt, son­dern le­ben nur von Pro­vi­sio­nen. „Wenn sie kei­nen Er­trag ge­ne­rie­ren, er­hal­ten sie kei­nen Cent. Da­durch ha­ben wir hier kei­ne Fix­kos­ten.“ Ma­nage­ment by Foti.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.