STYLE COUNCIL

Als mich die Christus-Gang rettete

GE­RARD BUT­LER über Mo­tor­rad­fah­ren und Bro­ther­hood.

Sie wol­len ech­te Ek­sta­se er­le­ben? Et­was rich­tig Ar­chai­sches, ein Ur­er­leb­nis? Fah­ren Sie Mo­tor­rad. Das ist mein Re­lax­re­zept. Es muss ja nicht un­be­dingt in Deutsch­land sein, wo Har­leys im Ruf ste­hen, haupt­säch­lich von al­tern­den Zahn­ärz­ten ge­kauft zu wer­den. Bei uns in den USA ist je­der zwei­te Har­ley-Fah­rer ein ech­ter Bad Ass, also ei­ner die­ser 150-Kilo-Ty­pen aus Mus­keln und Speck, die in Ru­deln von 30 oder 40 un­ter­wegs sind. Ich habe bei de­nen mal mit ei­nem Un­der­co­ver-Cop für ei­nen Film re­cher­chiert – echt übel.

Ich selbst be­sit­ze zwei Tri­umph, eine Bon­ne­vil­le und eine Scram­bler, ge­pimpt von Deus Ex Ma­chi­na. Da­mit crui­se ich durch die San­ta Mo­ni­ca Moun­ta­ins. Für ein Er­leb­nis je­doch, das mich tief be­rührt und rund­er­neu­ert, set­ze ich mich auf mei­ne Har­ley Fat­boy. Das Ge­fühl, eins zu sein mit der Na­tur, ist un­glaub­lich! In die prä­his­to­ri­schen Zei­ten Utahs ab­tau­chen, durch den Zion-Na­tio­nal­park, das Mo­nu­ment Val­ley. Den Wind im Ge­sicht.

Und wenn ich mit mei­nen Bi­ker-Kum­peln ver­rei­se, dann geht das na­tür­lich auch nur mit der Har­ley. Bro­ther­hood be­deu­tet, dass Ker­le die­sel­ben Ide­en und Aben­teu­er tei­len. Wir ma­chen dann Tou­ren durch In­di­en und im Hi­ma­la­ja, rei­ten auf dem Rü­cken un­se­rer Har­leys wie Cow­boys durch Te­xas, Loui­sia­na und Ar­kan­sas. Letz­tens ha­ben wir in ei­nem Al­li­ga­tor­re­vier über­nach­tet, in Zel­ten und mit La­ger­feu­er, das aber erst am nächs­ten Mor­gen be­merkt.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.