Was macht eigentlich ...

Volker Kefer?

Der langjährige Vizechef der Deutschen Bahn wollte nicht mehr den Daueropponenten geben. Nun riskiert er erneut Streit.

Gro­bes Sak­ko, ge­stutz­ter Voll­bart, eine ein­schmei­cheln­de Stim­me – Vol­ker Ke­fer (61) könn­te dem Ha­bi­tus nach Psy­cho­the­ra­peut sein, in bes­ter Freud-Ma­nier. Tat­säch­lich hat­te sei­ne letz­te be­ruf­li­che Sta­ti­on viel mit see­li­schen Ab­grün­den zu tun. Als Netz­vor­stand und Vi­ze­chef der Deut­schen Bahn be­geg­ne­te er in sei­nem Um­feld Pro­fil­neu­ro­sen, Macht­wahn und je­der Men­ge Nar­ziss­mus. An­fang 2016 spitz­ten sich die Dif­fe­ren­zen mit dem da­ma­li­gen Kon­zern­len­ker Rü­di­ger Gru­be (66) zu.

Der kri­ti­sche Geist Ke­fer stör­te Gru­bes Krei­se zu­neh­mend. Zum Jah­res­en­de 2016 zog er die Kon­se­quen­zen und ging – nur ei­nen Mo­nat, be­vor Gru­be hin­warf.

„Ich hat­te kei­ne Lust, als Dau­er­op­po­nent da­zu­ste­hen“, be­grün­det er sei­nen Ab­gang, ohne jede Auf­wal­lung. Er habe sei­nen Frie­den mit der Bahn ge­macht. Den neu­en DB-Chef Ri­chard Lutz (53), lan­ge Jah­re ein ge­schätz­ter Kol­le­ge, trifft er hin und wie­der. Und so­gar mit Gru­be wur­den Glück­wün­sche zum Ge­burts­tag aus­ge­tauscht. Ein Zei­chen der Ent­span­nung auch, dass er sei­ne Zweit­woh­nung in Ber­lin be­hal­ten hat, di­rekt ge­gen­über dem Bahn-Tower. Von hier aus or­ga­ni­siert er sein neu­es Le­ben, so­fern er nicht – was nun öf­ter vor­kommt – die Zeit da­heim in Er­lan­gen ver­bringt oder in sei­ner Fe­ri­en­blei­be auf Rü­gen. „Zu mei­nen Le­bens­zie­len ge­hör­te auch im­mer, ein in­tak­tes Pri­vat­le­ben zu be­hal­ten und ge­sund zu blei­ben“, sagt er, „ich bin froh, dass mir das ge­lun­gen ist.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.