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LASS GELD REGNEN

PORTRÄT Andreas Pohl macht da weiter, wo sein Vater aufgehört hat. Mit der DVAG führt er die schlagkräftigste Verkaufstruppe der Republik und sichert ihr neues Geschäft, während die Konkurrenten umfallen. Der Mann ist der Letzte seiner Art.
Von Dietmar Palan

FA­MI­LY-BUSI­NESS An­dre­as Pohl (v.) samt sei­ner Toch­ter Na­tha­lie, Bru­der Rein­fried und Gat­tin Ana (v. l.) auf der Büh­ne in – kein Witz – Da­go­berts­hau­sen

Eigent­lich ist das al­les zu viel. Zu viel Bei­fall. Zu viel glit­zern­des Kon­fet­ti, das auf die Büh­ne fällt. Zu vie­le Kra­cher wie Jack Whi­tes „Se­ven Na­ti­on Army“ (an­ge­stimmt vom Chor sei­ner Ge­folgs­leu­te) oder He­le­ne Fi­schers un­ver­meid­li­ches „Atem­los“ (aus den Laut­spre­chern).

Aber An­dre­as Pohl (53) liebt es. Er kann nicht ge­nug da­von krie­gen. Mit weit aus­ho­len­den Arm­be­we­gun­gen heizt der An­füh­rer der Deut­schen Ver­mö­gens­be­ra­tung (bes­ser be­kannt als DVAG) das Stak­ka­to sei­ner 2000 Top­leu­te an. Um sich her­um sei­ne Frau Jac­que­line (56), sein Bru­der Rein­fried ju­ni­or (57) und des­sen Gat­tin Ana (45). Vor ihm wogt die schlag­kräf­tigs­te Ver­triebs­trup­pe der Re­pu­blik.

Geld sol­l's bald reg­nen wie Kon­fet­ti, schließ­lich heißt der Ort des Ge­sche­hens Da­go­berts­hau­sen. Ei­gent­lich sind es nicht mehr als ein paar Häu­ser und ein Bau­ern­hof, den die Pohls vor ein paar Jah­ren ge­kauft und um­ge­baut ha­ben, ir­gend­wo in den Hü­geln ober­halb von Mar­burg. So klein ist der Fle­cken, dass der Groß­teil der Be­ra­ter sei­ne Au­tos im Tal ste­hen las­sen und in Shut­tle­bus­se um­stei­gen muss. Fünf Mi­nu­ten spä­ter ste­hen sie dann vor den To­ren der zum Hof ge­hö­ren­den Reit­hal­le. Gut zwei Dut­zend Food­trucks deu­ten an, dass es spä­ter noch et­was zu fei­ern gibt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2017.