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ZF FRIEDRICHSHAFEN Vorstandschef Stefan Sommer droht das Aus beim Autozulieferer.

AB­SCHIED IM FRÜHJAHR? ZF-Chef Ste­fan Som­mer ist mit dem Ei­gen­tü­mer an­ein­an­der­ge­ra­ten: der Stadt Fried­richs­ha­fen

Ende Ok­to­ber ver­fass­te Gior­gio Behr (69) eine Elo­ge auf sich selbst. Er wer­de sich im nächs­ten Früh­jahr nicht mehr zur Wie­der­wahl stel­len, schrieb der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de der ZF Fried­richs­ha­fen AG den Kon­trol­leurs­kol­le­gen. Um dann ei­nen Rück­blick auf die ver­gan­ge­nen zehn Jah­re fol­gen zu las­sen, in dem er sein Wir­ken ge­büh­rend wür­dig­te.

Tat­säch­lich wird der Schwei­zer sei­nem Nach­fol­ger ei­nen Kon­zern über­ge­ben, der in eine völ­lig an­de­re Di­men­si­on ge­wach­sen ist. Von 12,5 Mil­li­ar­den Euro auf 35 Mil­li­ar­den Euro Um­satz, und das bei or­dent­li­chen Ge­win­nen. In der Hier­ar­chie der glo­ba­len Zu­lie­fe­rer steht nur noch Bosch klar vor der frü­her so bie­de­ren Zahn­rad­fa­brik.

Doch der Stolz auf die­se Er­fol­ge hält sich ak­tu­ell in Gren­zen, denn in Fried­richs­ha­fen tobt ein bi­zar­rer Macht­kampf. Vor­stands­chef Ste­fan Som­mer (54) fühlt sich ein­ge­schränkt in sei­ner Frei­heit durch den Haupt­ge­sell­schaf­ter, die städ­ti­sche Zep­pe­lin-Stif­tung. Ge­stützt von Chef­auf­se­her Behr, drängt der CEO seit Mo­na­ten un­ver­dros­sen auf mehr Ein­fluss. Den ver­wei­gert ihm eine brei­te Al­li­anz um Ober­bür­ger­meis­ter An­dre­as Brand (53); und „viel­leicht geht im Früh­jahr nicht nur der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de“, ora­kelt ein Kon­trol­leur. „Sind be­stimm­te Grenz­li­ni­en über­schrit­ten, ist das Ver­trau­en nicht mehr da, muss man re­agie­ren.“

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