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Zu Haus bei Masa Son

TELEKOM Die Fusionspläne in den USA sind vom Tisch – dafür könnten bald Dividenden nach Bonn fließen.

SAYO­N­A­RATi­mo­theus Hött­ges er­leb­te in To­kio ein ku­rio­ses Abend­es­sen

Tims Traum platz­te schon vor der Vor­spei­se. Te­le­kom-Boss Ti­mo­theus Hött­ges (55) war An­fang No­vem­ber ei­gens nach To­kio ge­reist, um Soft­Bank-Grün­der Ma­sayo­shi Son (60) das Ende der Ver­hand­lun­gen um eine Fu­si­on von T-Mo­bi­le US und Sprint zu ver­kün­den. Ein bit­te­rer Schritt für Hött­ges, soll­te das Ge­schäft doch die vor­läu­fi­ge Krö­nung sei­ner Kar­rie­re wer­den. Son, der die Mehr­heit an Sprint hält, hat­te das Te­le­kom-Team an die­sem Frei­tag in sein Haus zum Abend­es­sen ein­ge­la­den. Zu dem Zeit­punkt wähn­te er sich noch kurz vorm Ziel. Doch der fi­na­le Hand­schlag blieb aus.

Am Sonn­tag da­vor hat­ten bei­de Sei­ten die Due Di­li­gence ab­ge­schlos­sen, Ra­ting­agen­tu­ren die Kre­dit­wür­dig­keit im Fal­le ei­ner Fu­si­on be­stä­tigt. Fest stand: Die Te­le­kom wür­de Vor­stand und Auf­sichts­rat des ge­mein­sa­men Un­ter­neh­mens kon­trol­lie­ren. Dar­auf hat­te man sich – an­ders als zu­letzt oft be­rich­tet – be­reits im Som­mer ge­ei­nigt. We­ni­ger hät­te Hött­ges nie ak­zep­tiert, das hat er von An­fang an klar­ge­macht. T-Mo­bi­le US, dank des ag­gres­si­ven Ex­pan­si­ons­kur­ses von CEO John Le­ge­re (59) an der Bör­se fast dop­pelt so wert­voll wie Sprint, soll­te als ein­zi­ge Mar­ke über­le­ben.

In den fol­gen­den Ta­gen in­des bau­te Son aber­mals Druck auf. Die ja­pa­ni­sche Wirt­schafts­zei­tung „Nik­kei“ be­rich­te­te am Mon­tag, dass der Soft­Bank-Auf­sichts­rat die Über­nah­me an­geb­lich ab­leh­ne. Am Mitt­woch, er­zäh­len In­si­der, woll­te Son plötz­lich eine hö­he­re Be­wer­tung durch­set­zen, ob­wohl der Ab­schlag auf Sprints spe­ku­la­ti­ons­ge­trie­be­nen Kurs vom Som­mer längst ver­ein­bart war. Sprint gilt nicht nur in Te­le­kom-Krei­sen als über­be­wer­tet.

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