AUSSTEIGER II

Oliver Jung

hat genug von Schaeffler.

Für kei­nen sei­ner Vor­stän­de hat­te Scha­eff­ler-CEO Klaus Ro­sen­feld (51) im April auf der Haupt­ver­samm­lung mehr Lob üb­rig als für Pro­duk­ti­ons­chef Oli­ver Jung (55). Dass im lan­ge kri­seln­den In­dus­trie­ge­schäft mit Wälz­la­gern die Wen­de ein­ge­lei­tet sei, „lie­ber Herr Jung, das ist vor al­lem Ihr Er­folg, ei­ner von vie­len“, er­klär­te Ro­sen­feld in der Nürn­ber­ger Fran­ken­hal­le. Und er­läu­ter­te bis ins De­tail ein neu­es Ril­len­ku­gel­la­ger, „ein klei­nes Kron­ju­wel aus Stahl“ sei das.

Nur we­nig spä­ter war es mit der Har­mo­nie schon wie­der vor­bei. Der macht­be­wuss­te CEO schick­te die Spar­füch­se von McK­in­sey in die Fa­bri­ken, ohne sich mit Jung ab­zu­stim­men. Im Sep­tem­ber prä­sen­tier­ten die Be­ra­ter ihre Vor­schlä­ge im Auf­sichts­rat. Jung, zu­vor schon häu­fi­ger über Kreuz mit sei­nem Chef, dürf­te das als Af­front ver­stan­den ha­ben. Im Ok­to­ber teil­te er Ro­sen­feld und Chef­kon­trol­leur Ge­org Scha­eff­ler (53) mit, dass er sei­nen im Sep­tem­ber 2018 aus­lau­fen­den Ver­trag nicht ver­län­gern wol­le.

Der Ab­schied des an­ge­se­he­nen In­ge­nieurs dürf­te nicht nur in­tern, son­dern auch in der Au­to­bran­che für Ir­ri­ta­tio­nen sor­gen. Im­mer wie­der hat­ten Au­to­ma­na­ger dem ge­lern­ten Ban­ker Ro­sen­feld nach dem Ab­gang von Vor­gän­ger Jür­gen Geiß­in­ger (58) 2013 er­klärt, wie ent­schei­dend Scha­eff­lers über­le­ge­ne, hoch prä­zi­se Fer­ti­gungs­tech­nik für den Wett­be­werbs­vor­teil sei. Und da­mit für de­ren Ren­di­te. Jung galt hier­für als Ga­rant.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.