DIE ÖKONOMIE DES ...

Big-Data-Kommunismus

China versucht eine staatliche Investitionslenkung mithilfe von Genosse Computer. Kann das funktionieren?

Den DDR-So­zia­lis­mus in sei­nem Lauf hat auch der Ge­nos­se Com­pu­ter nicht ret­ten kön­nen. Erich Hone­cker nahm im Som­mer 89 zwar noch den ers­ten High­tech­pro­zes­sor „Made in GDR“ in Emp­fang. Kurz dar­auf stürz­te dann aber das gan­ze Sys­tem ab.

Heu­te steckt in je­dem Han­dy ein Su­per­rech­ner. E-Com­mer­ce und So­ci­al Me­dia, bar­geld­lo­ses Be­zah­len, ver­netz­te Pro­duk­ti­on und Lo­gis­tik er­zeu­gen im­mer gi­gan­ti­sche­re Da­ten­men­gen. Vor­n­an bei die­ser Di­gi­tal­re­vo­lu­ti­on geht Chi­na. Die kom­mu­nis­ti­sche Füh­rung setzt auf Big Data, ihr viel­leicht ehr­gei­zigs­tes Pro­jekt ist eine Art Schu­fa XXL: ein Punk­te­sys­tem, mit dem lau­fend das Ver­hal­ten al­ler Bür­ger und Un­ter­neh­men be­wer­tet wird.

„Es geht im Kern um eine mas­si­ve Da­ten­samm­lung durch Be­hör­den und au­to­ri­sier­te Ra­ting-In­stan­zen“, schreibt Mir­jam Meiss­ner vom Ber­li­ner Chi­na-Thinktank Me­rics, die das ge­plan­te „So­ci­al Credit Sys­tem“ ana­ly­siert hat. Auch aus­län­di­sche Un­ter­neh­men soll­ten sich dar­auf vor­be­rei­ten, er­fasst zu wer­den. Pe­kings Ziel sei eine neue Form der Wirt­schafts­re­gu­lie­rung.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.