UNTERNEHMEN

Jeder kämpft für sich allein

EON/UNIPER Ein scheinbar stinknormaler M&A-Deal mündete in ein Familiendrama – die Geschichte eines Bruderkriegs aus der deutschen Konzernwelt.

AUFMÜPFIG Uni­per-CEO Klaus Schä­fer (r.) will sich nicht so ein­fach ver­kau­fen las­sen  AN­GE­FASST Eon-Vor­stands­chef Jo­han­nes Teyssen ist vom Uni­per-Wi­der­stand ge­nervt

Der gan­ze Ärger be­gann mit ei­ner Idee für eine ham­mer­har­te Schlag­zei­le, die kon­spi­ra­tiv in klei­nem Kreis ver­brei­tet wur­de: Mer­ce­des über­nimmt Audi. Hin­ter den Deck­na­men ei­ner als „strict­ly pri­va­te and con­fi­den­ti­al“ aus­ge­wie­se­nen Kom­man­do­sa­che ("Pro­ject Cot­ta­ge") ver­birgt sich der Vor­schlag des hier­zu­lan­de sehr lan­ge sehr un­auf­fäl­li­gen fin­ni­schen En­er­gie­kon­zerns For­tum. Er tarnt sich in dem Pa­pier als Mer­ce­des und kauft BMW (vul­go: Eon) zu­nächst den 47-Pro­zent-An­teil an Audi (die Kraft­werks­be­tei­li­gung Uni­per) ab. Um an­schlie­ßend die Fir­ma mehr­heit­lich zu über­neh­men.

Die­ses „freund­li­che An­ge­bot“ vom Juli die­ses Jah­res war der Ur­knall, der die Ma­te­rie (Un­ter­neh­men und Per­so­nen) aus­ein­an­der­schoss. Seit­dem ist nichts mehr, wie es war. Zwi­schen Eon und dem 2015 ab­ge­spal­te­nen Uni­per. Und in der Be­zie­hung zwei­er Top­ma­na­ger, die eine be­acht­li­che Kar­rie­re­stre­cke ge­mein­sam oder zu­min­dest in Ruf­wei­te ge­gan­gen sind: Jo­han­nes Teyssen (58; Eon-An­füh­rer) und Klaus Schä­fer (50; Uni­per-Vor­mann).

Je nach­dem, wel­chen Kom­bat­tan­ten man fragt, ist mal von „Ver­trau­ens­bruch“, „Selbst­ver­liebt­heit“, „Il­loya­li­tät“, mal von „un­ethi­schem Ver­hal­ten“ die Rede. Es folgt ein Kopf­schüt­teln über die „be­fremd­li­chen“ Re­ak­tio­nen der Ge­gen­sei­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.