TRENDS

DER GRÜNDERVATER

ERNST-LUDWIG WINNACKER Der Biochemiker hat die deutsche Genforschung geprägt wie kein anderer. Ohne ihn gäbe es sie in der Form gar nicht.

Pos­ta­lisch und po­li­tisch zählt das Gen­zen­trum der Lud­wig-Ma­xi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät zu Mün­chen noch zur Lan­des­haupt­stadt, ide­ell ge­hört der Be­ton­bau je­doch auf die an­de­re Stra­ßen­sei­te, ins „Bio­tech Val­ley“ der Land­kreis­ge­mein­de Mar­tins­ried. Er ist so­gar des­sen Keim­zel­le: In sei­nen La­bors forsch­ten die wich­tigs­ten Köp­fe, die die­se Bran­che in Deutsch­land ge­prägt ha­ben. Sie ent­wi­ckeln neue Arz­nei­en und re­vo­lu­tio­nä­re The­ra­pie­an­sät­ze, Tec­Dax-Un­ter­neh­men wie Mor­pho­Sys und Me­di­ge­ne ha­ben dort ih­ren Sitz.

Ernst-Lud­wig Win­na­cker war das Mas­ter­mind die­ses Pro­jekts. Der Grün­dungs­di­rek­tor des Gen­zen­trums hat zu­sam­men mit sei­nem Dok­to­ran­den Horst Dom­dey ein für die Re­stre­pu­blik weg­wei­sen­des Start-up-Zen­trum ge­schaf­fen; er hat Me­di­ge­ne mit­ge­grün­det, an die Bör­se ge­bracht und aus dem Auf­sichts­rat her­aus vie­le Jah­re vor­an­ge­trie­ben. Als Prä­si­dent der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft (DFG) und als Au­tor von Fach­buch­klas­si­kern wie „Gene und Klo­ne“ oder „Das Ge­nom“ hat Win­na­cker das Den­ken über den Um­gang mit dem Erb­gut maß­geb­lich be­stimmt.

Der Va­ter der deut­schen Bio­tech­no­lo­gie ver­fügt über ei­nen fei­nen Hu­mor und mes­ser­schar­fen Ver­stand. Win­na­cker spricht lei­se, sei­nen wei­chen hes­si­schen Zun­gen­schlag hat der 76-jäh­ri­ge Pro­fes­sor selbst nach den vie­len Jah­ren im Aus­land nicht ganz ab­ge­legt.

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