LEBEN

„ETWAS UNERFÜLLTES NAGT AN UNS“

NEUSTART Leonhard Fischer und Kai Diekmann sind Freunde seit Kindheitstagen. Aus dem einen wurde ein Starbanker, aus dem anderen der „Bild“-Boss. Mit Anfang 50 endeten ihre Karrieren abrupt. Nun planen die beiden ihr Comeback. Gemeinsam wollen sie den Deutschen das Sparen in der Nullzinsära beibringen.

Le­on­hard Fi­scher (54) und Kai Diek­mann (53) wa­ren ein­mal Wun­der­kin­der. Mit 36 im Vor­stand der Dresd­ner Bank der eine, mit 36 Chef­re­dak­teur der „Bild“-Zei­tung der an­de­re. Wäh­rend Diek­mann ein­ein­halb Jahr­zehn­te Eu­ro­pas größ­tes Bou­le­vard­schlacht­schiff steu­er­te, ging Fi­scher auf Wan­der­schaft. Er saß im Top­ma­nage­ment der Al­li­anz, sa­nier­te den Schwei­zer Ver­si­che­rer Win­ter­thur. Als Pri­va­te-Equi­ty-In­ves­tor woll­te er Opel kau­fen. Diek­mann ging für Sprin­ger ein Jahr lang ins Si­li­con Val­ley, kam zu­rück, di­gi­ta­li­sier­te die „Bild“ und wur­de Her­aus­ge­ber. Vor­stand wur­de er, an­ders als vie­le sei­ner Vor­gän­ger, nicht. An­fang 2017 ver­ließ er den Kon­zern. Fi­scher ver­hed­der­te sich bei Al­li­anz und Credit Su­is­se im Ran­kü­ne­spiel der Kon­zern­fürs­ten. Aus sei­ner zur Bank um­ge­bau­ten Pri­va­te-Equi­te-Fir­ma wur­de er nach ei­nem ver­lo­re­nen Über­nah­me­kampf her­aus­ge­drängt. Für den Top­job bei ei­ner gro­ßen Adres­se kom­men bei­de wohl nicht mehr in­fra­ge, jetzt wol­len sie ge­mein­sam ihr ei­ge­nes gro­ßes Ding ma­chen.


MM Ni­ge­ria, Is­ra­el, Lon­don, Zü­rich, es war nicht ein­fach, ei­nen frei­en Ter­min mit Ih­nen bei­den Früh­rent­nern zu fin­den.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.