LEBEN

DAS ÜBER-ICH

AVANTGARDE Einzelkämpfer war gestern. 50 Jahre nach dem Summer of Love sucht die Wirtschaftselite Nestwärme bei Gleichgesinnten. Eine Reise zu den modernen Utopisten.

BURNING MAN An­fangs wa­ren es nur Freaks, heu­te kom­men 70 000 zu dem Fes­ti­val in Ne­va­da. Hier­ar­chie­frei­heit ist Grund­prin­zip. Es gilt: Alle gleich, alle ge­gen die Wüs­te.

Ein­mal im Jahr eine über­di­men­sio­na­le Holz­pup­pe im hei­ßen, stau­bi­gen Sand der Black- Rock-Wüs­te Ne­va­das zu ver­bren­nen, das reicht der glo­ba­len Wirt­schafts­eli­te nicht mehr. Burning Man soll es jetzt das gan­ze Jahr ge­ben.

Der Vor­stand des Fes­ti­vals, bei dem Top­ma­na­ger im in­di­schen Kilt, mit Was­ser­fla­sche am Gurt und Staub­mas­ke um den Hals (für die schnell auf­kom­men­den Wüs­ten­stür­me) her­um­lau­fen, baut ge­ra­de an der Fly Ranch, ei­ner 1500 Hekt­ar gro­ßen Farm mit hei­ßen und kal­ten Quel­len, Gey­si­ren, Sumpf­ge­bie­ten und Wei­de­land, zig Tier­gat­tun­gen und Hun­der­ten von Pflan­zen­ar­ten. Ge­kauft wur­de die Ranch mit ei­ner Spen­de von Tes­la-Chef und Ober-Busi­ness-Punk Elon Musk, so heißt es.

Eine Art Ver­suchs­la­bor soll hier ent­ste­hen, für Um­welt­schutz so­wie neue Ar­beits­for­men, schrei­ben die Bur­ner in ih­rem haus­ei­ge­nen Jour­nal. Das Ziel: Burning Man soll sich „von ei­nem kurz­le­bi­gen Ex­pe­ri­ment zu ei­ner glo­ba­len kul­tu­rel­len Be­we­gung“ wei­ter­ent­wi­ckeln.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.