MEIN PERFEKTER TAG IN

Kapstadt

Kunst, Design, wilde Strände, Weingüter – die „Mother City“ ist bunter und lässiger denn je.

MI­CHA­EL LUT­ZEY­ER (65) ist in Kap­stadt auf­ge­wach­sen und Süd­afri­kas Er­folgs­ho­te­lier. Sei­ne „Groot­bos Lodge“ in der Wal­ker Bay gilt als ei­nes der 100 bes­ten Re­sorts der Welt.

Die bes­te Zeit be­ginnt Mit­te Ja­nu­ar. Vor­her ist es am Kap zu voll, in den Schul­fe­ri­en drän­gen die Jo­han­nes­bur­ger alle an die Küs­te. Ab Ja­nu­ar ist dann rich­tig Som­mer – und Kap­stadt die schöns­te Stadt der Welt. Frü­her war mei­ne Hei­mat am Ta­fel­berg eine ver­schla­fe­ne Klein­stadt. Klar, es gab Camps Bay, aber we­der Wa­ter­front noch jun­ge schwar­ze Künst­ler, we­der De­si­gner in Wood­stock noch Ob­ser­va­to­ry. Das hat sich ge­än­dert. Heu­te ist Kap­stadt bunt, läs­sig, welt­of­fen, stän­dig macht et­was Neu­es auf.

Am liebs­ten früh­stü­cke ich bei „Me­lis­sa's“ in der Kloof­s­treet, da habe ich lan­ge ge­wohnt. Mit­tags esse ich gern Steak in Luke Dale-Ro­berts' „Short­mar­ket Club“, im­mer noch „the place to be“. Fühlt sich an wie ein Pri­vat­klub, ist aber lo­cke­rer und güns­ti­ger als sein Re­stau­rant „Test Kit­chen“ (Rang 63 der Lis­te „The Worl­d's 50 Best Re­stau­rants"). Von dort sind es nur acht Mi­nu­ten zur Oran­je­zicht City Farm. Dort habe ich in den 60ern Rug­by ge­spielt, heu­te bau­en sie auf dem Are­al Ge­mü­se an. Der Markt ist fan­tas­tisch, man trifft aus­schließ­lich auf Ein­hei­mi­sche.

Wer den Tou­ris­ten­mas­sen aus dem Weg ge­hen will, soll­te zum Shop­pen zum Ca­ven­dish Squa­re; das Ein­kaufs­cen­ter von 1973 be­her­bergt 180 Ge­schäf­te und ist viel güns­ti­ger als die Wa­ter­front-Lä­den. Da muss man na­tür­lich auch hin, schließ­lich hat Jo­chen Zeitz vor Kur­zem das MO­CAA dort er­öff­net, das größ­te Mu­se­um für zeit­ge­nös­si­sche afri­ka­ni­sche Kunst. Wirk­lich be­ein­dru­ckend. Den bes­ten Blick über Kap­stadt hat man von der Dach­ter­ras­se des Ho­tels „The Silo“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.