ABENDS IM

„Leiper's Attic“, Glasgow

Steaks und Jazz satt in Schottlands Food-Kathedrale.

SA­KRA­LER SAAL Im Re­stau­rant auf dem Dach­bo­den fühlt man sich wie in der Kir­che. Das Abend­mahl: per­fek­te Steaks.

Lang­sam sprich sich auch jen­seits der schot­ti­schen High­lands her­um, dass Glas­gow mehr ist als nur In­dus­trie- und Ar­bei­ter­stadt. Die präch­ti­ge Uni­ver­si­tät kann es fast mit Hog­warts auf­neh­men, und die Klubs im ele­gan­ten West End sind bei­na­he so ver­snobt wie in Lon­don May­fair.

Das neu­es­te Re­stau­rant, von dem alle schwär­men, heißt „Lei­per's At­tic“ und liegt auf dem Dach­bo­den der Do­wan­hill Church, 1865 ge­baut vom Ar­chi­tek­ten Wil­li­am Lei­per. Das Got­tes­haus wur­de zum Thea­ter- und Kon­zert­saal um­funk­tio­niert, Co­me­di­ans tre­ten auf, Grand­mas­ter Flash und Amy Wi­ne­hou­se ha­ben im „Cot­tiers“ schon ge­spielt. Ein ma­gi­scher Ort, auch dank der bun­ten Glas­fens­ter von Da­ni­el Cot­tier, der spä­ter in New York für die Van­der­bilts ge­ar­bei­tet hat.

Zum Re­stau­rant ge­langt man über eine Wen­del­trep­pe. Gol­de­ne De­cke, alte Kir­chen­stüh­le, Ker­zen, lei­ser Jazz. Das „Lei­per's At­tic“ ist Glas­gows bes­te Adres­se für Steaks, Wild und Se­a­food. Der Star­ter ist gleich das ers­te High­light: per Hand ge­sam­mel­te Ja­kobs­mu­scheln von der schot­ti­schen Küs­te mit ei­nem Hauch Bow­mo­re-Whis­ky. Per­fekt ge­bra­ten, mit fei­ner Zi­trus­no­te, der Mee­resspar­gel. Die meis­ten aber kom­men we­gen der Dry-Aged-Steaks vom Grill, mit Pfef­fer­korn-Bran­dy-Soße, saf­tig, klas­sisch, gut.

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