WAS MACHT EIGENTLICH ...

Hans-Peter Villis?

Der frühere EnBW-Chef kommt von der Elektrizität nicht los, auch beim VfL Bochum steht er unter Hochspannung.

Bezie­hun­gen sind im­mer noch das Kern­ge­schäft von Hans-Pe­ter Vil­lis (59). Der Mann, im Mit­tel­feld des Ruhr­ge­biets ge­bo­ren (in Cas­trop-Rau­xel), war mehr als 20 Jah­re En­er­gie­ma­na­ger, da ging nichts ohne Kon­tak­te zu Kom­mu­nen, Kon­zer­nen, Po­li­ti­kern. In sei­ner Rol­le als Auf­sichts­rats­chef des tra­di­ti­ons­rei­chen, aber nur in zwei­ter Rei­he ki­cken­den VfL Bo­chum ist ihm die­ses Netz­werk bis heu­te von Nut­zen.

Nur ein­mal ließ es ihn bis­lang im Stich. Als die Grü­nen in Ba­den-Würt­tem­berg die Macht er­grif­fen, war dem Atom­kraft­fan Vil­lis klar, dass sein Ver­trag als CEO des staat­li­chen Ver­sor­gers EnBW kaum ver­län­gert wer­den wür­de. Die Öko­en­er­gie wer­de noch teu­er kom­men, hielt er der Po­li­tik vor. Das woll­ten die Re­gie­ren­den da­mals nicht hö­ren. Vil­lis ver­ließ den Kon­zern.

Er be­hielt recht. Die En­er­gie­fra­ge lässt ihn nach wie vor nicht los. Vil­lis be­rät den BMW-Mil­li­ar­där Ste­fan Quandt (51), soll im Ver­wal­tungs­rat von des­sen Bat­te­rie­fir­ma So­lar­watt mit­hel­fen, das Ge­schäft zu in­dus­tria­li­sie­ren, sprich: groß zu ma­chen. Bei der Ki­wi­grid GmbH, an der Quandt be­tei­ligt ist, führt er den Bei­rat an; die Ge­sell­schaft ist auf En­er­gie­soft­ware spe­zia­li­siert. An meh­re­ren Start-ups, die neue E-Tech­no­lo­gi­en vor­an­trei­ben, ist Vil­lis per­sön­lich be­tei­ligt. Und selbst­re­dend ver­folgt er die Ja­mai­ka-Kli­ma­p­lä­ne in Ber­lin mit Hoch­span­nung.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.