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Der Kontroll­freak

BDA Es rumort in der Arbeitgeberzentrale. Der neue Chef Steffen Kampeter führt mit harter Hand.

NUM­MER-EINS-AT­TITÜDE Ex-Staats­se­kre­tär Kam­pe­ter, Kanz­le­rin Mer­kel

Als Stef­fen Kam­pe­ter (53) sei­nen Job im Juli ver­gan­ge­nen Jah­res an­trat, at­me­ten die Mit­ar­bei­ter auf. Man ver­nahm das Fal­len von Stei­nen auf den Flu­ren. Der neue Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Bun­des­ver­ei­ni­gung der Deut­schen Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de (BDA) kün­dig­te an, er wol­le viel kom­mu­ni­zie­ren und we­ni­ger Bü­ro­kra­tie zu­las­sen – al­les schien sich zum Bes­se­ren zu wen­den.

Nun, rund ein hal­bes Jahr spä­ter, ist Er­nüch­te­rung in der Ber­li­ner Zen­tra­le ein­ge­kehrt. Kam­pe­ter führt die etwa 120 Be­schäf­tig­ten mit har­ter Hand, hat ein star­kes Kon­troll­be­dürf­nis, greift in die Zu­stän­dig­kei­ten sei­ner Stell­ver­tre­ter ein. Kurz­um: Die Stim­mung ist mies. Der Mann schreckt nicht, wie es sei­ner Job­be­schrei­bung ent­sprä­che, den Klas­sen­feind Ge­werk­schaf­ten, son­dern die ei­ge­nen Leu­te. BDA­ler be­rich­ten von ei­ner „Ab­setz- und Frus­tra­ti­ons­be­we­gung“.

Der bul­li­ge Ost­west­fa­le mit der ho­hen Stirn ist so ziem­lich das Ge­gen­teil von ei­nem dis­kre­ten In­ter­es­sen­ver­tre­ter. Schon zu sei­ner Zeit als Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär im Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um trat Kam­pe­ter selbst­be­wusst und pol­ternd auf. Der ehr­gei­zi­ge Ver­trau­te Wolf­gang Schäu­bles (74) woll­te gern ir­gend­wo Chef wer­den, war für die­sen und je­nen Pos­ten im Ge­spräch: als Prä­si­dent des Spar­kas­sen- und Gi­ro­ver­bands, als CDU-Fi­nanz­mi­nis­ter in Nord­rhein-West­fa­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2017.