NAMEN UND NACHRICHTEN

Power to the people!

VOLKSWAGEN Wie Betriebsratschef Osterloh im Wolfsburger Chaos die Macht übernimmt.

„WENN ES NIE­MAND MACHT ...“ VW-Be­triebs­rats­chef Os­ter­loh (vorn) do­mi­niert CEO Mül­ler , Groß­ak­tio­när Por­sche , Auf­sichts­rats­chef Pötsch , Mar­ken­chef Diess und Ex-Vor­stän­din Hoh­mann-Denn­hardt (hin­ten, v. l.)

Viele Freun­de hat­teChris­ti­ne Hoh­mann-Denn­hardt (66) nie bei Volks­wa­gen. „Gun­del Gau­ke­ley“ hieß die von Daim­ler in den Vor­stand ge­hol­te Com­p­li­an­ce-Che­fin bei ih­ren Mit­ar­bei­tern; nach der un­na­tür­lich schwarz­haa­ri­gen Dis­ney-Hexe. Man­che, ge­nervt vom häu­fig rau­en Um­gangs­ton, nann­ten sie auch „Ruf! Mich! An!“; und im Be­triebs­rat kur­siert seit Mo­na­ten ein Be­schwer­de­brief, Hoh­mann-Denn­hardt kön­ne nicht drau­ßen eine neue Kul­tur pre­di­gen und drin­nen „ganz be­wusst“ Angst ver­brei­ten.

Wie­der­holt ge­riet sie mit dem Chef­ju­ris­ten Man­fred Döss (58) an­ein­an­der, bei den Die­sel­ga­te-Ver­hand­lun­gen mit den US-Be­hör­den war sie nur ein­mal da­bei. Da­nach hieß es: nicht mehr er­wünscht, man­gels ver­hand­lungs­si­che­rem Eng­lisch.

Für ihr Aus­schei­den sorg­te letzt­lich Be­triebs­rats­chef Bernd Os­ter­loh (60). Als es im Auf­sichts­rat um den Deal mit dem Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um in Wa­shing­ton und die Zah­lung von 4,3 Mil­li­ar­den Dol­lar Stra­fe ging, knüpf­ten die Ar­beit­neh­mer ihre Zu­stim­mung an eine Be­din­gung. Das Wolfs­bur­ger Ver­hand­lungs­team, ge­führt von Döss und Ein­kaufs­vor­stand Fran­cis­co Ja­vier Gar­cia Sanz (59), soll­te zu­stän­dig blei­ben für alle ju­ris­ti­schen US-The­men. Man möge das bit­te zu Pro­to­koll neh­men.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2017.