NAMEN UND NACHRICHTEN

Wilde Zuckungen

OSRAM Strafverfolger hegen Insiderverdacht gegen einen Ex-Manager und dessen Bruder.

Osrams Bör­sen­kurs hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wil­de Zu­ckun­gen er­lebt – Aus­fluss von Strei­te­rei­en über die rich­ti­ge Stra­te­gie, Macht­kämp­fen an der Füh­rungs­spit­ze, ver­fehl­ten Pro­gno­sen und spek­ta­ku­lä­ren Ver­käu­fen. Zeit­wei­se gab der Mün­che­ner Leuch­ten­her­stel­ler Ad-hoc-Mel­dun­gen fast her­aus wie an­de­re Un­ter­neh­men Es­sen in der Kan­ti­ne. Jetzt stellt sich die Fra­ge, ob dar­aus nicht ein be­son­ders dreis­ter Fall von In­si­der­han­del re­sul­tiert.

Staats­an­wäl­te aus Würz­burg ge­hen dem Ver­dacht nach, dass Os­rams Bi­lanz- und Con­trol­ling­chef Jür­gen Span­hei­mer (45) In­for­ma­tio­nen früh­zei­tig und da­mit il­le­gal wei­ter­ge­ge­ben hat. Ende No­vem­ber stat­te­ten Po­li­zei und Staats­an­walt­schaft sei­nem Büro im Os­ram-Turm im Mün­che­ner Nor­den so­wie sei­ner Pri­vat­woh­nung ei­nen Be­such ab. Der Licht­kon­zern kün­dig­te dem Pro­ku­ris­ten um­ge­hend.

Die An­zei­ge stammt von der US-Groß­bank Ci­ti­group. In de­ren Com­p­li­an­ce-Ab­tei­lung fiel vor ei­ni­ger Zeit auf, dass Jür­gen Span­hei­mers Bru­der Klaus (54), ein im Frän­ki­schen tä­ti­ger Ver­mö­gens­be­ra­ter, mehr­fach im Vor­feld der Os­ram-Ad-hoc-Mit­tei­lun­gen für sei­ne Kun­den vor­teil­haf­te Ge­schäf­te ab­schloss.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2017.