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Schwierige Heimkehr

PETER LÖSCHER Der Chefkontrolleur des Energiekonzerns OMV verliert einen Machtkampf.

WUR­DE ZURÜCK­GE­PFIF­FEN OMV-Kon­trol­leur Lö­scher

Als Fan des FC Bar­ce­lo­na istPe­ter Lö­scher (59) an Sie­ge ge­wöhnt. Be­ruf­lich hin­ge­gen muss­te er zu­letzt im­mer wie­der Nie­der­la­gen ein­ste­cken. Das fing an mit sei­nem Raus­schmiss bei Sie­mens 2013 und setz­te sich ver­gan­ge­nes Jahr in der Schweiz fort. Dort be­en­de­te der rus­si­sche Olig­arch Wik­tor Wek­sel­berg (59) Lö­schers zwei­te Kar­rie­re bei der Re­no­va-Hol­ding jäh. Nun folgt die nächs­te Schlap­pe – und das aus­ge­rech­net in Lö­schers ös­ter­rei­chi­scher Hei­mat.

Dort ist er seit Mai 2016 Auf­sichts­rats­chef des En­er­gie­kon­zerns OMV. Der Job ist im Grun­de ein Kin­der­spiel für ei­nen er­fah­re­nen Un­ter­neh­mens­kon­trol­leur wie Lö­scher, wür­de man an­neh­men. Schon zu Sie­mens-Zei­ten wach­te er in di­ver­sen Gre­mi­en über deut­sche Groß­kon­zer­ne. Nach wie vor sitzt er in den Auf­sichts­rä­ten der Deut­schen Bank und der spa­ni­schen Te­le­fó­ni­ca.

Da­heim aber woll­te Lö­scher of­fen­sicht­lich be­son­ders glän­zen. Die Ge­le­gen­heit schien nun güns­tig, auf sich auf­merk­sam zu ma­chen. OMV ist Öster­reichs größ­tes In­dus­trie­un­ter­neh­men (23 Mil­li­ar­den Euro Um­satz) und eine Art Na­tio­nal­hei­lig­tum (der Staat hält 31,5 Pro­zent an der bör­sen­no­tier­ten Ge­sell­schaft). Und dann steht da auch noch seit gut ein­ein­halb Jah­ren aus­ge­rech­net ein Pief­ke an der Spit­ze, der ge­schäft­lich vor al­lem auf Russ­land setzt und des­halb in der Al­pen­re­pu­blik nicht ganz un­um­strit­ten ist: der ehe­ma­li­ge BASF-Ma­na­ger Rai­ner See­le (56).

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2017.