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Daimlers Liebling

PORTRÄT Aus welchem Holz müssen heute Vorstandschefs geschnitzt sein? Ola Källenius wirkt weich und kann sehr hart sein, er versteht sich aufs Menschenfangen. Wolfgang Bernhard ist so ziemlich das Gegenteil. Und deshalb gescheitert.

SIE HABEN IHR ZIEL ERREICHT Wahrscheinlich schon 2019 wird Ola Källenius Daimler steuern

Es war ein Be­ben der Stär­ke 7 bis 8 ("groß") auf der nach oben of­fe­nen Ma­nage­ment­ska­la, das den Daim­ler-Kon­zern am 21. Fe­bru­ar 2013 er­schüt­ter­te. Der Auf­sichts­rat ver­län­ger­te den Ver­trag von Kon­zern- und Mer­ce­des-Chef Die­ter Zet­sche (heu­te 63) um drei Jah­re. Der woll­te ei­gent­lich fünf, hat­te aber ge­ra­de so ei­nen Putsch der Ar­beit­neh­mer über­lebt – in­dem er eine spek­ta­ku­lä­re Ro­cha­de ak­zep­tier­te.

Truck-CEO An­dre­as Ren­sch­ler (58) tausch­te zum 1. April das Amt mit dem ope­ra­ti­ven Mer­ce­des-Chef Wolf­gang Bern­hard (56). Für den ei­nen, Ren­sch­ler, war es der Ein­stieg in den Aus­stieg. Er ver­ließ Daim­ler kurz dar­auf und lenkt seit­her die Volks­wa­gen-Lkw. Für den an­de­ren, Bern­hard, be­deu­te­te es das Ende sei­ner gro­ßen Am­bi­tio­nen.

Ver­län­ge­rung für Zet­sche, De­mü­ti­gung für die mög­li­chen Kron­prin­zen; da­mit war der Weg frei für eine neue Daim­ler-Ge­ne­ra­ti­on. Und so gab es an die­sem Tag auch ei­nen – al­ler­dings noch sehr ver­bor­ge­nen – Ge­win­ner: Ola Käl­le­ni­us, heu­te 47 Jah­re alt, als Ge­schäfts­füh­rer der Top­speed-Spar­te AMG au­ßer­halb des Kon­zerns bis da­hin weit­ge­hend un­be­kannt, wur­de ein paar Mo­na­te spä­ter Mer­ce­des-Ver­triebs­chef.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2017.