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Welkende Träume

SCHAEFFLER Der Familienkonzern verliert seine Ausnahmestellung. Vorstandschef Rosenfeld tut sich schwer mit dem Elektrozeitalter. Sein Nimbus schwindet.

VOM GLÜCK VER­LAS­SEN Scha­eff­ler-Chef Klaus Ro­sen­feld kämpft um sei­nen Job

Klaus Ro­sen­feld (50), Vor­stands­vor­sit­zen­der der Scha­eff­ler AG, hat­te eine Über­ra­schung für die Ma­tri­ar­chin vor­be­rei­tet: Die Her­zo­ge­nau­ra­cher Pfarr­kir­che St. Mag­da­le­na war an die­sem letz­ten Sonn­tag­abend im No­vem­ber prall ge­füllt, die Scha­eff­ler-Big-Band spiel­te auf, als Ro­sen­feld die Büh­ne be­trat. Auf der Gei­ge glänz­te er mit ei­nem (wie Oh­ren­zeu­gen be­rich­ten) vir­tu­os ge­spiel­ten Stück von Vi­val­di. Doch der mu­si­ka­li­sche Vor­trag des „Da­vid Gar­rett der Scha­eff­ler-Grup­pe“ (Big-Band-Im­pre­sa­rio Pe­ter Wirk­ner) ver­fehl­te sei­ne Wir­kung.

Ma­ria-Eli­sa­beth Scha­eff­ler-Thu­mann (75), Mit­ei­gen­tü­me­rin des frän­ki­schen Zu­lie­fe­rers und ei­gent­li­che Adres­sa­tin des Gei­gen­so­los, war an die­sem Abend in kei­ner gu­ten Ver­fas­sung. Sie hat­te schon Ver­spä­tung, als sie in St. Mag­da­le­na ein­traf, und muss­te von ih­ren Be­glei­tern in die Kir­che ge­führt wer­den.

Der Grund da­für war ein un­er­war­te­ter An­ruf. Bay­erns Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Ilse Ai­gner (52; CSU) hat­te sich vor dem Kon­zert ge­mel­det – und Scha­eff­ler er­öff­net, dass man sie für die Fest­ver­an­stal­tung am Mon­tag in Mün­chen lei­der wie­der aus­la­den müs­se. Dort hät­te sie die Staats­me­dail­le für be­son­de­re Ver­diens­te um die baye­ri­sche Wirt­schaft er­hal­ten sol­len, eine der höchs­ten Eh­run­gen des Frei­staats. Die wur­de be­reits ih­rem ver­stor­be­nen ers­ten Ehe­mann Ge­org Scha­eff­ler zu­teil.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2017.