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Hart, härter, Hastor

PREVENT Der bosnische Hastor-Clan klaubt ein Imperium zusammen, legt sich mit Weltkonzernen wie VW und Daimler an, lehrt Konkurrenten das Fürchten und rollt ganz nebenbei die Möbelindustrie auf. Die Zahl der Feinde wächst gefährlich.

MU­TIG, RI­GO­ROS UND UM­STRIT­TEN Ken­an, Da­mir und Ni­jaz Has­tor (von links) wüh­len die Auto- und Mö­bel­in­dus­trie auf

Schwar­ze Zah­len bei Deutsch­lands einst größ­tem Kü­chen­her­stel­ler Alno sind so sel­ten wie Fern­seh­aben­de ohne Koch­shows. Seit Jah­ren geht es im be­schau­li­chen Pful­len­dorf vor al­lem um ei­nes: ums Über­le­ben. Nun soll aus­ge­rech­net ein ge­heim­nis­vol­ler Clan in die Rol­le des Ret­ters schlüp­fen, des­sen Hand­lun­gen mit­un­ter an Ha­ra­ki­ri er­in­nern. Kaum hat sich die bos­ni­sche Fa­mi­lie Has­tor zum Schnäpp­chen­preis rund 27 Pro­zent der Alno AG ein­ver­leibt, ka­pert sie den Auf­sichts­rat, tauscht den hal­ben Vor­stand aus und ver­ab­schie­det ein Sechs­tel der Be­leg­schaft.

Für Alno ist das Vor­ge­hen neu und er­schre­ckend, für die Has­tors ganz nor­ma­les Ge­schäft. Fir­men­pa­tri­arch Ni­jaz Has­tor (66), sei­ne Frau Mirsa­da (57) und die Söh­ne Ken­an (37) und Da­mir (35) ha­ben sich in ge­ra­de ein­mal 24 Jah­ren ein Im­pe­ri­um er­schaf­fen, das in­zwi­schen drei Mil­li­ar­den Euro um­setzt. 12 000 Men­schen fer­ti­gen auf vier Kon­ti­nen­ten Au­to­tei­le, bau­en Jach­ten, be­trei­ben Ban­ken und Ver­si­che­run­gen, pro­du­zie­ren Tex­ti­li­en, Schu­he und Mö­bel.

Die Fir­men­pi­ra­ten sind här­ter als Heu­schre­cken und ag­gres­si­ver als Ak­ti­vis­ten, ein Mit­tel­ständ­ler, wie ihn die Re­pu­blik sonst nicht kennt. Die Eig­ner des Sitz­be­zü­ge­her­stel­lers Prevent ha­ben Volks­wa­gen dü­piert, die Pro­duk­ti­on lahm­ge­legt, Daim­ler ver­klagt, rei­hen­wei­se strau­cheln­de Kon­kur­ren­ten ge­schluckt und fi­le­tiert. Nun grei­fen sie nach Alno und dem bör­sen­no­tier­ten Au­to­zu­lie­fe­rer Gram­mer, ei­nem Mil­li­ar­den­kon­zern.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2017.