Was macht eigentlich ...

Lars Schlecker?

Der Spross der Drogeriedynastie hätte ein leichtes Leben haben können. Nun muss er am 6. März vor Gericht.

Lars Schle­cker (45) sucht die Ent­span­nung. Der äl­tes­te Sohn der eins­ti­gen Dro­gis­ten­dy­nas­tie hat in Well­ness in­ves­tiert. Seit gut zwei Jah­ren ist er größ­ter Ein­zel­ak­tio­när der Mün­che­ner Float Med Tec, ei­nes Spe­zia­lis­ten für Ent­span­nungs­pools. Ehe­frau Mir­ja (44), eine Ar­chi­tek­tin, führt nicht nur das Pla­nungs­bü­ro Tau­pe Ber­lin, sie ist auch Ge­schäfts­füh­re­rin der Wise at Heart GmbH, die Se­mi­na­re zur Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung an­bie­tet. Ge­mein­sam ge­hört dem Paar die Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft Mila Kö­nigs­berg.

Die zar­te Zweit­kar­rie­re nach der wuch­ti­gen Schle­cker-Plei­te wird nun wohl et­was ver­küm­mern. Denn ab dem 6. März wer­den die Dro­ge­rieg­rö­ßen von einst na­he­zu wö­chent­lich vor dem Stutt­gar­ter Land­ge­richt er­schei­nen müs­sen. Mit Va­ter An­ton Schle­cker (72) und Schwes­ter Mei­ke (43) muss sich Lars des Vor­wurfs der In­sol­venz­ver­schlep­pung und des be­trü­ge­ri­schen Bank­rotts er­weh­ren. Es dro­hen bis zu zehn Jah­re Haft. Mut­ter Chris­ta (69) wird Mit­hil­fe vor­ge­wor­fen.

Das Le­ben des Lars wirkt wie eine Be­stä­ti­gung des Kli­schees, dass gro­ßes Geld gro­ße Pro­ble­me mit sich bringt. Kurz vor Weih­nach­ten 1987 wur­den er und sei­ne Schwes­ter ent­führt und erst nach Zah­lung von fast zehn Mil­lio­nen Mark frei­ge­las­sen. Nach sei­nem Stu­di­um in Lon­don en­ga­gier­te er sich mit Freun­den aus bes­tem Hau­se, dar­un­ter Marc Schrempp und Bru­no Schick, bei Sur­plex, ei­ner On­line­platt­form für ge­brauch­te Ma­schi­nen. Als die New-Eco­no­my-Bla­se platz­te, war das Geld futsch.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2017.