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Rücksichtslos in Seattle

AMAZON Alle großen Konzerne wären gern so schnell wie ein Start-up – und scheitern regelmäßig daran. Was machen Jeff Bezos und sein Geschöpf anders? Ein Inside-Report aus dem innovativsten Unternehmen der Welt.

LICHT­GE­STALT Jeff Be­zos ver­fährt nach dem Prin­zip „Es ist ein­fa­cher, die Zu­kunft zu er­fin­den, als sie vor­aus­zu­se­hen“

Das Im­pe­ri­um grüßt schüch­tern, aber der An­spruch ist deut­lich: „Hel­lo World“ prangt auf wei­ßen Let­tern hin­ter der Fas­sa­de ei­nes Bü­ro­turms in Se­at­tle, den Ama­zon „Day 1“ ge­tauft hat. Dar­un­ter ein klei­ner Su­per­markt na­mens Go. Auf den ers­ten Blick nichts Be­son­de­res, tat­säch­lich aber et­was völ­lig Neu­es.

Ein Ge­schäft ohne Per­so­nal. Ge­schaf­fen, um den Ein­zel­han­del zu di­gi­ta­li­sie­ren. Eine Re­vo­lu­ti­on. Wie­der ein­mal. Ama­zon, ein Kon­zern im ewi­gen Schöp­fungs­mo­dus. 22 Jah­re nach­dem Jeff Be­zos (53) mit sei­nem Che­vy Bla­zer das ers­te Buch zur Post ge­fah­ren hat, tritt er nun rich­tig aufs Gas­pe­dal.

Be­zos er­fin­det die Re­geln gan­zer Bran­chen neu, ist auf dem bes­ten Weg zum welt­größ­ten Ein­zel­händ­ler, baut Flug­hä­fen, tüf­telt an au­to­nom fah­ren­den Lkw, dreht Se­ri­en und ver­mit­telt so­gar Hand­wer­ker. Ama­zon be­gnügt sich nicht mit der Rol­le als größ­ter Spei­cher­platz des In­ter­nets, son­dern lie­fert als Soft­ware­ent­wick­ler und Pro­vi­der gleich die gan­ze In­fra­struk­tur. Und dü­piert mit sei­ner künst­li­chen In­tel­li­genz Ale­xa die Ri­va­len App­le und Goog­le.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2017.