GELDANLAGE FÜR KOPFMENSCHEN

Rendite aus der Luft gewonnen

Der Zeitpunkt für den Kauf des Düngerherstellers Yara ist perfekt.

Der nor­we­gi­sche Kon­zern Yara hat eine mehr als hun­dert­jäh­ri­ge Ge­schich­te, ist aber erst seit 2004 un­ab­hän­gig. Die Ge­burts­stun­de des größ­ten Stick­stoff­dün­ger­pro­du­zen­ten der Welt fällt zu­sam­men mit der Ent­de­ckung, dass sich Stick­stoff aus der Luft ex­tra­hie­ren lässt. Weil die­ses Ver­fah­ren ein gi­gan­ti­scher Strom­fres­ser ist, war Yara bis kurz nach der Jahr­tau­send­wen­de Teil des En­er­gie­kon­zerns Norsk Hy­dro. Stick­stoff­dün­ger, ohne den die Welt chro­nisch un­ter­ernährt wäre, ist das Haupt­pro­dukt ge­blie­ben.

Von dem spar­ta­nisch be­stück­ten Head­quar­ter in Oslo aus be­lie­fert Yara 150 Län­der. Um durch­schnitt­lich 6 Pro­zent wuchs der Um­satz in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren. Be­mer­kens­wert ist die Wert­schöp­fungs­kenn­zif­fer, auf die ich bei je­der mei­ner In­ves­ti­tio­nen be­son­ders ach­te: Ein Ak­tio­när wäre in der letz­ten De­ka­de um rund 12 Pro­zent jähr­lich rei­cher ge­wor­den. Die­ser Zu­wachs ba­siert auf ei­ner Kom­bi­na­ti­on von or­ga­ni­schem Wachs­tum, Di­vi­den­den­zah­lun­gen und ge­schickt plat­zier­ten Ak­ti­en­rück­käu­fen. Seit Ende 2006 ist die Zahl der aus­ste­hen­den Ak­ti­en von 303 auf 273 Mil­lio­nen ge­schrumpft. Der Kurs je An­teils­schein hat sich von 142 auf 324 Kro­nen mehr als ver­dop­pelt.

Wie schon in den An­fangs­ta­gen hängt die Ge­schäfts­ent­wick­lung vor al­lem von zwei Fak­to­ren ab: den En­er­gie­prei­sen und den Er­trä­gen der Land­wirt­schaft. Nach Jah­ren gu­ter Ern­ten sin­ken die Le­bens- und Fut­ter­mit­tel­prei­se, Bau­ern brau­chen we­ni­ger Zu­satz­stof­fe, so wie ak­tu­ell: Zu­letzt la­gen die Dün­ger­prei­se am Bo­den. Doch in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten be­gan­nen sie sich leicht zu er­ho­len. Für mich der per­fek­te Zeit­punkt, um wie­der ein­zu­stei­gen. 1

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2017.