WIRTSCHAFTSKULTUR

Depot für die Apokalypse

Bestsellerautor James Rickards stellt sein Portfolio für den Weltuntergang vor. Überzeugen kann es nicht.

„SEIN HAAR WAR WEISS WIE WOL­LE“ Au­tor Rickards zi­tiert gern die Jo­han­nes-Of­fen­ba­rung. Trumps Wahl­sieg sieht er als wei­te­ren Schlag ge­gen die alte Welt­ord­nung.

Bei ei­nem Abend­es­sen im rö­mi­schen Pa­laz­zo des Adels­ge­schlechts Co­lon­na frag­te der US-An­walt Ja­mes Rickards sei­ne Gast­ge­be­rin, wie es ih­rer Fa­mi­lie ge­lun­gen sei, den Reich­tum über 900 Jah­re zu be­wah­ren. Die Ant­wort: „Ein Drit­tel Gold, ein Drit­tel Kunst, ein Drit­tel Land.“ Da­von an­ge­regt, hat der Best­sel­ler­au­tor ein Port­fo­lio ent­wi­ckelt, das den Welt­un­ter­gang über­ste­hen soll und das er im letz­ten Ka­pi­tel sei­nes neu­en Bu­ches dar­legt. Zu­vor be­grün­det er im Ton ei­ner Feu­er­wehr­si­re­ne, war­um ein Welt­krieg und der Kol­laps des Fi­nanz­sys­tems na­hen.

Rickards hat be­reits meh­re­re Welt­un­ter­gangs­bü­cher ge­schrie­ben ("Die Geld-Apo­ka­lyp­se“, „Wäh­rungs­krieg"), das Sze­na­rio ist also be­kannt. In­ter­es­sant ist an dem neu­en Werk vor al­lem das De­pot für die Apo­ka­lyp­se. Stellt sich die Fra­ge: Was taugt es?

Kurz­fris­tig lässt sich da­mit we­nig ver­die­nen, der Bar­geld­an­teil (aus Si­cher­heits­grün­den teils in Geld­schei­nen) liegt bei 30 Pro­zent. Hin­zu kom­men 10 Pro­zent in Staats­an­lei­hen. Die­ser Teil fällt als Ren­di­te­quel­le aus – im Zwei­fel noch sehr lan­ge. Denn auch Rickards weiß nicht, wann der gro­ße Crash über uns her­ein­bricht.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2017.