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DIE REBELLIN

BABETTE ALBRECHT Berthold Albrechts Witwe mischt den gesamten Aldi-Nord-Clan auf. Sie streitet mit ihrem Schwager Theo um Macht und Geld. Der unerbittliche Kampf könnte dem Unternehmen schweren Schaden zufügen.

Von Sören Jensen und Ursula Schwarzer

ALDI OPEN Ba­bet­te Al­brecht zeigt ih­ren Reich­tum gern, wie im Bent­ley bei ei­ner Old­ti­mer­show am Co­mer See

Im Früh­herbst 1985 en­de­te ab­rupt und für lan­ge Zeit das pral­le Le­ben der 25-jäh­ri­gen Ba­bet­te Schön­bohm. Die par­ty­er­prob­te Rhein­län­de­rin ehe­lich­te da­mals Bert­hold Al­brecht, den jün­ge­ren Sohn des Aldi-Nord-Pa­tri­ar­chen Theo Al­brecht se­ni­or. Sie lieb­te ih­ren Mann – zu­dem er­hoff­te sich die jun­ge Frau von der Ein­hei­rat in eine der reichs­ten Fa­mi­li­en Deutsch­lands ein un­be­schwer­tes Da­sein im Lu­xus. Doch es kam ganz an­ders.

Von ei­nem Tag auf den an­de­ren ver­lor Ba­bet­te Al­brecht ihre Selbst­be­stim­mung. Sie muss­te sich den un­ge­schrie­be­nen Re­geln des Aldi-Clans un­ter­ord­nen: Aus­ge­las­se­ne Fe­ten wa­ren tabu, das Geld durf­te nicht ge­zeigt wer­den. Ba­bet­tes Mi­ni­rö­cke und ihr zu­wei­len lo­ses Mund­werk er­reg­ten Miss­fal­len, vor al­lem bei der Schwie­ger­mut­ter.

Die heu­te 89-jäh­ri­ge, streng ka­tho­li­sche Cil­ly Al­brecht leg­te fest, was ein Fa­mi­li­en­mit­glied zu tun und was es zu las­sen hat­te. Ihre Söh­ne Bert­hold und Theo ju­ni­or wa­ren es von Kind an ge­wohnt, sich zu fü­gen, Ba­bet­te muss­te den Ge­hor­sam erst leid­voll er­ler­nen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2017.