UNTERNEHMEN

GESTEIGERTES UNVERMÖGEN

MISSMANAGEMENT Mit ständigen Strategiewechseln und Führungsversagen hat die Deutsche Bank ihr Asset Management und die früher strahlende Marke DWS heruntergewirtschaftet. Kunden und Talente sind auf der Flucht. Dem geplanten Börsengang fehlt eine überzeugende Story.

Es war ei­ner der fröh­li­che­ren Mo­men­te in der Amts­zeit von Deut­sche-Bank-Chef John Cryan (56): Eine Base­ball-Kap­pe mit auf­ge­druck­ter „3“ auf dem Haupt, trat der Bri­te im Sep­tem­ber 2015 vor die Be­leg­schaft, um das drit­te Jahr der Fu­si­on von Pri­vat­ban­kern und Fonds­ma­na­gern des Kon­zerns zur Deut­sche As­set & Wealth Ma­nage­ment zu fei­ern. Wort­reich pries Cryan den Zu­sam­men­schluss als Er­folg, be­zeich­ne­te den Ge­schäfts­be­reich als „star­ke Säu­le“ des Hau­ses und lob­te Spar­ten­chef Mi­che­le Fais­so­la (49) an sei­ner Sei­te, eben­falls mit Schirm­müt­ze ver­klei­det. Nur ei­nen Mo­nat spä­ter ent­ließ Cryan eben die­sen Fais­so­la und ver­kün­de­te, dass die Spar­te Wealth- und As­set-Ma­nage­ment wie­der auf­ge­spal­ten wer­den sol­le.

Die Tei­lung ist in­zwi­schen er­le­digt, nun stellt sich her­aus, dass die Deut­sche As­set Ma­nage­ment (DeAM) of­fen­bar doch kei­ne so wich­ti­ge Säu­le des Kon­zerns mehr ist. Die Ver­mö­gens­ver­wal­tung soll in­ner­halb der nächs­ten 24 Mo­na­te an die Bör­se ge­hen. Der an­ge­peil­te Ver­kauf ei­nes Vier­tels der Ak­ti­en ist die neu­es­te Vol­te in der stra­te­gi­schen Irr­fahrt des Kon­zerns und sei­ner Ver­mö­gens­ver­wal­tung, die in Deutsch­land mit ih­rer Mar­ke DWS be­kannt ist.

Statt mit den ste­tig flie­ßen­den Er­trä­gen ein sta­bi­les Ge­gen­ge­wicht zum kri­sen- und skan­dalan­fäl­li­gen In­vest­ment­ban­king zu bil­den, muss die Spar­te nun da­für her­hal­ten, drin­gend be­nö­tig­tes Ka­pi­tal für die Bank zu be­schaf­fen, das zu­vor in der In­vest­ment­bank ver­brannt wur­de.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2017.