NAMEN UND NACHRICHTEN

Nervenkrieg

LUFTHANSA Die geplante Übernahme von Air Berlin verzögert sich.

MUL­TI­KUL­TI Luft­han­se­at Cars­ten Sp­ohr, Flug­be­glei­te­rin­nen

Den Flug­ha­fen von Abu Dha­bi kennt Cars­ten Sp­ohr (50) in­zwi­schen wie sei­ne Home­ba­se. Seit rund ei­nem Jahr reist der Luft­han­sa-Len­ker re­gel­mä­ßig an, mal zu ge­hei­men, mal zu of­fi­zi­el­len Ge­sprä­chen, aber im­mer we­gen des­sel­ben The­mas: Air Ber­lin. Nur zu gern wür­de Sp­ohr den Groß­teil der rot-wei­ßen Flot­te bei der Luft­han­sa ein­ge­mein­den, um sei­nen Hei­mat­markt ge­gen An­grei­fer wie Rya­nair ab­zu­si­chern. Dazu al­ler­dings muss die ara­bi­sche Eti­had Air­ways mit­ma­chen, mit 29,2 Pro­zent An­ker­ak­tio­nä­rin von Air Ber­lin. Und ge­nau da stockt das Ma­nö­ver.

Noch vor we­ni­gen Wo­chen schien al­les klar. 38 Ma­schi­nen hat sich Sp­ohr be­reits durch ei­nen Lea­sing­de­al ge­si­chert; die rest­li­chen 75 Li­ni­en­jets soll­ten in Kür­ze fol­gen. Doch jetzt zö­gert Eti­had un­er­war­tet. Die Ara­ber sind der­zeit nicht be­reit, die chro­nisch kran­ke Air­line so zu ent­schul­den, wie es die Luft­han­sa for­dert. Mehr noch: Das gan­ze Pro­jekt ist in Abu Dha­bi um­strit­ten. „Am Golf herrscht eine rie­si­ge Ver­un­si­che­rung, ob der von Sp­ohr auf­ge­zeig­te Weg der rich­ti­ge ist“, sagt ein In­si­der. Ein Ner­ven­krieg hat be­gon­nen – mit schlimms­ten­falls drei Ver­lie­rern: Eti­had, Luft­han­sa und nicht zu­letzt Air Ber­lin.

Da­bei ist Chef­pi­lot Sp­ohr dem Ver­hand­lungs­part­ner weit ent­ge­gen­ge­kom­men. Drei Hin­der­nis­se für die Über­nah­me hat­te er ur­sprüng­lich be­nannt: Kar­tellbe­den­ken, die ho­hen Kos­ten der Ber­li­ner und ihre im­men­sen Schul­den. Zwei der drei Vor­be­hal­te hat er wie­der fal­len las­sen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2017.