Drahtzieher

Ein Mann für besondere Aufgaben

MICHAEL SEN Der frühere Eon-CFO krempelt Siemens um, ganz im Sinne von Joe Kaeser.

AM­BI­TIO­NIERT Der neue Sie­mens-Vor­stand Mi­cha­el Sen traut sich ei­ni­ges zu

Dass Sie­mens-ChefJoe Ka­e­ser (59) Vor­schuss­lor­bee­ren ver­teilt, kommt nicht all­zu oft vor. Für Mi­cha­el Sen (48) mach­te er eine Aus­nah­me. Sen war noch Eon-Fi­nanz­chef, als Ka­e­ser ihn auf der Sie­mens-Haupt­ver­samm­lung An­fang des Jah­res als den Mann der Zu­kunft lob­te. Sie­mens brau­che für sei­nen ge­plan­ten „Flot­ten­ver­band“ mit wo­mög­lich meh­re­ren bör­sen­no­tier­ten Ge­schäf­ten eine neue Ma­nage­ment­kul­tur der „ko­ope­ra­ti­ven Füh­rung“, phi­lo­so­phier­te Ka­e­ser in der Mün­che­ner Olym­pia­hal­le. Und da­für hole man den lang­jäh­ri­gen Sie­men­sia­ner Sen zu­rück. Der habe „bei Eon ge­übt, wie man aus der Hol­ding ent­spre­chend führt“.

An­fang April be­zog Sen sei­nen Schreib­tisch in der Zen­tra­le. Statt mehr Ko­ope­ra­ti­on ver­spürt man­cher Top­ma­na­ger nun zu­nächst mal mehr Druck. Mö­gen die Ge­schäf­te rund­lau­fen wie seit Jah­ren nicht und der Sie­mens-Ak­ti­en­kurs neue Hö­hen er­rei­chen, Ka­e­ser ge­nügt dies nicht. Es soll sich bloß kei­ner wie­der hin­le­gen.

Und so wir­belt sein Sher­pa Sen, was das Zeug hält. Für die kon­zern­ei­ge­ne IT, die Sen von Fi­nanz­chef Ralf Tho­mas (56) über­nahm, setz­te er um­ge­hend ein Um­bau­pro­gramm auf, die Kür­zung von 1350 Stel­len in Deutsch­land in­klu­si­ve. Tho­mas sei über die Rück­kehr des eins­ti­gen Ri­va­len, den er 2013 im Ren­nen um den CFO-Job noch aus­stach, nur mit­tel­mä­ßig be­geis­tert, be­rich­ten Kon­zern­in­si­der.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2017.