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Feuer im Kessel

UNIPER/RWE Die Energiekonzerne streiten um Kraftwerksverträge, Schwerstarbeit für Juristen.

DI­NO­SAU­RI­ER Das Stein­koh­le­kraft­werk in Dat­teln

Man­cher Kar­rie­re­schritt er­weist sich im wei­te­ren Fort­gang als bi­zarr, so wech­sel­voll ist das Wirt­schafts­ge­sche­hen. Anno 2005 hat­te Rolf Mar­tin Schmitz (59) im Auf­trag sei­nes da­ma­li­gen Ar­beit­ge­bers Eon über ei­nen Lie­fer­ver­trag für das ge­plan­te neue Stein­koh­le­kraft­werk des Kon­zerns im west­fä­li­schen Dat­teln ver­han­delt. Kon­kur­rent RWE woll­te rund ein Drit­tel des Stroms kau­fen. Zu je­ner Zeit, lan­ge vor Fu­kus­hi­ma, kur­sier­ten noch Ängs­te vor ei­ner Strom­lü­cke im deut­schen En­er­gie­land. Es galt, sich recht­zei­tig Ka­pa­zi­tä­ten zu si­chern. Nun, zwölf Jah­re und eine kra­chen­de En­er­gie­wen­de spä­ter, sitzt Schmitz auf der an­de­ren Sei­te, ist Vor­stands­vor­sit­zen­der von RWE – und be­kämpft in die­ser Funk­ti­on den an­ti­ken Kon­trakt mit Ve­he­menz.

Die Erz­fein­de rin­gen vor dem Land­ge­richt Es­sen (Ak­ten­zei­chen: 3 O 28/​2017). RWE ge­gen Uni­per, das heu­te die Eon-Kraft­wer­ke be­treibt. Der Ka­sus ist das letz­te Ge­fecht ei­ner schwer ge­schä­dig­ten Zunft. Ein wei­te­res gro­ßes Koh­le­kraft­werk wird es in Deutsch­land nicht mehr ge­ben.

Das Pro­jekt Dat­teln 4 (In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men: 1,2 Mil­li­ar­den Euro) be­deu­te­te Schwerst­ar­beit für Ju­ris­ten, seit­dem der Grund­stein 2007 ge­legt wur­de. Ei­gent­lich soll­te der Mei­ler 2011 in Be­trieb ge­hen. Doch Um­welt­schüt­zer und auch ein Land­wirt ver­zö­ger­ten die Er­rich­tung.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2017.