NAMEN UND NACHRICHTEN

Spätrömisch

KSB Ein Clan hat jahrelang auf Kosten des Pumpenherstellers gelebt. Das rächt sich nun – ein bisschen.

ALTE SCHU­LE Klaus Küh­borth re­giert durch wie ein Du­o­dez­fürst

Der Pa­tri­arch schwieg, als An­fang Mai die Haupt­ver­samm­lung des von ihm be­herrsch­ten Pfäl­zer Pum­pen­her­stel­lers KSB AG tag­te. Per­so­na­li­en, Ge­winn­ver­wen­dung, Ände­rung der Rechts­form in eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft auf Ak­ti­en (KGaA): Ge­las­sen konn­te Klaus Küh­borth (60) von den hin­te­ren Rei­hen aus das Ge­sche­hen im Con­gress­Fo­rum Fran­ken­thal ver­fol­gen.

Sei­ne Fa­mi­lie be­herrscht den Welt­markt­cham­pi­on aus der Pro­vinz seit Jahr­zehn­ten, ob­wohl sie di­rekt gar nicht mehr be­tei­ligt ist: Ih­ren 83-pro­zen­ti­gen KSB-An­teil ha­ben die Küh­borths vor lan­ger Zeit in eine Stif­tung ein­ge­bracht. De­ren Macht ist durch den Rechts­form­wan­del der KSB nun ze­men­tiert, zu­las­ten frei­er Ak­tio­nä­re.

Ver­wal­tet wer­den die Ak­ti­en von der Jo­han­nes und Ja­cob Klein GmbH, Ge­schäfts­füh­rer ist Küh­borth. Und der nutzt nach An­sicht sei­ner Kri­ti­ker den Mil­li­ar­den­kon­zern KSB auf spät­rö­misch-de­ka­den­te Art, die nicht mit dem Stif­tungs­recht ver­ein­bar ist, in sei­ner Fa­mi­lie aber Tra­di­ti­on hat.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2017.