DIE ÖKONOMIE DES ...

... Negativ­zinses

Europas Banken zahlen eine Strafgebühr, wenn sie Geld bei der EZB parken. Das kommt die im Norden teuer.
Von Christian Schütte

Selbst das Ab­schieds­ge­schenk war eine Pro­vo­ka­ti­on: Am Ende sei­nes Be­suchs im nie­der­län­di­schen Par­la­ment im Mai be­kamMa­rio Draghi (69) ein Töpf­chen mit Tul­pe. Der EZB-Chef möge es bit­te re­gel­mä­ßig be­trach­ten, um sich an die irre Fi­nanz­spe­ku­la­ti­on in den 1630er Jah­ren zu er­in­nern, die als Tul­pen­ma­nie in die Ge­schich­te ein­ging. Der Rat kam vom Ab­ge­ord­ne­ten Pie­ter Dui­sen­berg (49) – des­sen Va­ter Wim ers­ter EZB-Prä­si­dent war.

Schon in der An­hö­rung selbst war Draghi sicht­lich ge­reizt. Er merkt, wie sehr sei­ne ul­tra­lo­cke­re Geld­stra­te­gie in­zwi­schen po­la­ri­siert.

In Eu­ro­pa wird der Preis die­ser Po­li­tik im­mer kon­kre­ter spür­bar. Pen­si­ons­fonds, Ver­si­che­rer und Ban­ken wa­ckeln, weil es kaum noch Zin­sen gibt. Die Ge­büh­ren für die Kun­den stei­gen, weil Ban­ken Straf­zin­sen zah­len müs­sen, wenn sie freie Mit­tel bei der EZB par­ken.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2017.