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DER UNERSÄTTLICHE CLAN

REIMANN Mit Putz- und Hygienemitteln wurde die Familie zu einer der reichsten der Republik. Nun wettet sie in immer kürzeren Abständen mit Milliardeneinsätzen auf Kaffee – und setzt ihr Vermögen aufs Spiel.

Das Le­ben kann so schön sein. Ge­gen Abend streift Pe­ter Harf (71) ei­nes sei­ner auf­fäl­lig ge­mus­ter­ten Hem­den über, nimmt sei­ne Frau Tina an die Hand und schlen­dert mit ihr durch die Gas­sen Por­to­fi­nos. In der Bar „Mo­re­na Da Ugo“ trin­ken die bei­den ei­nen Ape­ri­tif, dann zie­hen sie wei­ter zu ih­rem Lieb­lings­re­stau­rant „Puny“, wo zu Fleisch­ge­rich­ten tief­ro­ter So­laia ser­viert wird, ei­ner der bes­ten (und teu­ers­ten) Wei­ne Ita­li­ens.

Ur­laub­sidyl­le pur, wäre da nicht das Han­dy, das ein ums an­de­re Mal klin­gelt. Harf legt das Be­steck bei­sei­te, wirft sei­ner Frau ei­nen ent­schul­di­gen­den Blick zu. Ich muss da ran, der Job.

Je­den Som­mer ver­bringt das Paar ein­ein­halb Mo­na­te in dem li­gu­ri­schen Ha­fen­städt­chen, im Win­ter fliegt es für drei Wo­chen auf die Ma­le­di­ven. Tat­säch­lich aber wech­selt Harf nur den Ar­beits­platz. Vier bis fünf Stun­den sitzt er täg­lich vor dem Com­pu­ter, auch sams­tags und sonn­tags. „Ich brau­che den In­for­ma­ti­ons­fluss; es ist be­ru­hi­gend zu wis­sen, dass ich im Not­fall re­agie­ren kann“, sagt er.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2017.