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Talfahrt

AUDI Rupert Stadler sollte Volkswagens Premiummarke zur Nummer eins der Autowelt machen, besser als BMW, besser als Mercedes. Doch er scheiterte an den Machtverhältnissen im Konzern. Und an eigenen Fehlern.

Spät­herbst 2006. Fer­di­nand Piëch (heu­te 80) und Mar­tin Win­ter­korn (70) plan­ten mit ein paar Ge­treu­en die Zu­kunft. Die Volks­wa­gen AG soll­te ei­nen neu­en Chef be­kom­men, das stand fest. Bernd Pi­sche­ts­rie­der (69) muss­te den CEO-Pos­ten ab­ge­ben, Audi-Len­ker Win­ter­korn wür­de über­neh­men.

Jetzt brauch­te man ei­nen Neu­en für Audi. Ei­ner aus In­gol­stadt soll­te es sein, ei­ner, der schon ein paar Jah­re an Bord war. Und ei­gent­lich soll­te der Win­ter­korn-Nach­fol­ger ein In­ge­nieur und Ent­wick­ler sein. E=G, obers­ter (E)nt­wick­ler gleich (G)en­e­ral­di­rek­tor, neu­er­deutsch Vor­stands­chef. So lau­te­te die For­mel bei Audi.

Doch dann de­fi­nier­te Fer­di­nand Piëch die Din­ge ein­fach neu. „Nehm­t's den Stad­ler“, be­schloss er, da­mals als Auf­sichts­rats­chef bei Volks­wa­gen noch fast all­mäch­tig. „Das ist ein Fi­nan­zer. Mehr braucht Audi in den nächs­ten Jah­ren nicht.“

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