FÜHRUNGSZEUGNIS

Die deutsche Geschichte vom Pferd

Wir müssen hierzulande Freiheitszonen schaffen. Um der Digitalisierung endlich freien Lauf zu lassen.
Von Thomas Sattelberger

Wir ken­nen die Ge­schich­te vom Pferd. Vor gut 100 Jah­ren wuchs in den USA die Zahl der Ar­beits­pfer­de auf mehr als 21 Mil­lio­nen, ob­wohl da­mals schon die Te­le­gra­fie den Pony Ex­press zu ver­drän­gen be­gann und die Kut­sche ge­gen die Ei­sen­bahn ver­lor.

We­ni­ge Jahr­zehn­te spä­ter wa­ren es nur noch drei Mil­lio­nen. Igno­ran­ten hat­ten lan­ge über die Un­er­setz­bar­keit der Tie­re schwa­dro­niert. Ein Lehr­stück für die Di­gi­ta­li­sie­rung. Denn da gilt mehr als je zu­vor, dass wir alte Dog­men über­win­den müs­sen.

Doch wäh­rend der di­gi­ta­le Wan­del po­li­ti­sche Wahr­hei­ten und öko­no­mi­sche Er­folgs­mo­del­le auf den Kopf stellt, träu­men Ge­werk­schaf­ter und Po­lit­funk­tio­nä­re un­ver­dros­sen vom rhei­ni­schen Ka­pi­ta­lis­mus, von ei­nem deut­schen Son­der­weg. Es gehe dar­um, den di­gi­ta­len Wan­del evo­lu­tio­när zu ge­stal­ten, heißt es. Was für ein Selbst­be­trug. Als wür­de es nicht so schlimm, wenn wir eng zu­sam­men­ste­hen; als wäre es zu­kunfts­ge­wandt, ein Groß­pro­jekt des Kor­po­ra­tis­mus wie­der her­bei­zu­re­den: die ers­te „Kon­zer­tier­te Ak­ti­on“ 1967, ge­lei­tet vom da­ma­li­gen Wirt­schafts­mi­nis­ter Karl Schil­ler.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2017.