UNTERNEHMEN

Ärger in Brown Town

B. BRAUN Der Eigensinn von Patriarch Ludwig Georg Braun wirft die Nachfolgeplanung über den Haufen und gefährdet den Familienfrieden des Medizintechnikunternehmens.

Manch­mal ge­sche­hen in Nord­hes­sen, auf der Pfief­fe­wie­sen am Rand von Melsun­gen, Din­ge, die sich sonst nur in Nord­ko­rea er­eig­nen. In Pjöng­jang, das weiß man, lässt Kim Jong Un un­lieb­sa­me Funk­tio­nä­re von his­to­ri­schen Fo­tos ent­fer­nen und so aus­ra­die­ren aus dem kol­lek­ti­ven Ge­dächt­nis. Ähn­li­ches ist nun aus­ge­rech­net beim Me­di­zin­tech­nik­kon­zern B. Braun pas­siert, ein Un­ter­neh­men, das sich an nor­ma­len Ta­gen gern für sei­ne mo­der­nen Ma­nage­ment­me­tho­den fei­ern lässt.

In Un­gna­de fie­len Otto Phil­ipp Braun (39), der äl­tes­te Sohn von Auf­sichts­rats­chef und Fa­mi­li­en­ober­haupt Lud­wig Ge­org Braun (73), und der lang­jäh­ri­ge Chef der Me­di­zin­tech­nik­spar­te, Hanns-Pe­ter Knae­bel (48). Sie wur­den aus der im Ge­schäfts­be­richt ab­ge­druck­ten Ori­gi­nal­ver­si­on des Vor­stand­sen­sem­bles ge­tilgt und sind auch auf der Web­site nicht mehr ab­ge­bil­det.

Selbst das graue Pols­ter­mö­bel­stück, auf dem Knae­bel für den Fo­to­gra­fen Platz ge­nom­men hat­te, wur­de spur­los be­sei­tigt (sie­he die bei­den Fo­tos oben). Es scheint, als habe es nie eine Ge­schäfts­lei­tung ge­ge­ben, an der Braun ju­ni­or und Knae­bel be­tei­ligt wa­ren. Und wie von Zau­ber­hand hat sich auch der Krach in Luft auf­ge­löst, der mit dem Ab­gang der bei­den ver­bun­den war.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2017.