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„FANTASTISCHE WERTE“

INTERVIEW Der Schweizer Bahn-Chef Andreas Meyer über die Unterschiede zur Deutschen Bahn.

GRENZGÄNGER SBB-Chef An­dre­as Mey­er , Ju­rist aus Ba­sel, mach­te im An­la­gen­bau Kar­rie­re, be­vor er 1997 zur Deut­schen Bahn ging. 2006 rief ihn die Hei­mat zu­rück.

Andre­as Mey­er (56) bit­tet Gäs­te nie­mals in sein Büro – er hat gar keins. Im neu­en Haupt­quar­tier der Schwei­ze­ri­schen Bun­des­bah­nen (SBB) in Bern-Wank­dorf herrscht das Mul­ti-Space-Prin­zip. Fes­te Ar­beits­plät­ze sind ab­ge­schafft, so­gar der Chef wech­selt stän­dig den Schreib­tisch. Das In­ter­view fin­det im rund­um ver­glas­ten Kon­fe­renz­raum statt, in dem auch der Auf­sichts­rat sei­ne Sit­zun­gen ab­hält. Mey­er, meist kra­wat­ten­los, mag Trans­pa­renz und Nah­bar­keit. Die Dach­ter­ras­se, be­tont er, sei für alle da – an­ders als beim Bahn-Tower in Ber­lin, den er als ehe­ma­li­ger Ma­na­ger der Deut­schen Bahn (DB) gut kennt.

MM Herr Mey­er, Sie ste­hen seit zehn Jah­ren an der Spit­ze der Schwei­ze­ri­schen Bun­des­bah­nen. Die Deut­sche Bahn hat im glei­chen Zeit­raum drei Chefs ge­se­hen. Muss­ten Sie nie um Ih­ren Job kämp­fen?

AN­DRE­AS MEY­ER Am An­fang schon. Aber in der Schweiz geht es ins­ge­samt be­stän­di­ger zu, was den Bahn-Chef an­geht, und das ist gut so. Bah­nen ha­ben sehr lan­ge Vor­lauf­zei­ten. Ver­än­de­run­gen brau­chen viel Zeit, bis sie auf den Schie­nen und beim Kun­den an­kom­men. Wenn man Bahn-Chefs schnell er­setzt, wer­den sie nie mit den Kon­se­quen­zen ih­res Han­delns kon­fron­tiert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2017.