LEBEN

Das Schweiger-Kartell

TIL SCHWEIGER Der Schauspieler, Produzent, Drehbuchautor und Regisseur ist kommerziell höchst erfolgreich, aber auch extrem misstrauisch. Er führt sein Unternehmen mit harter Hand – und dockt jetzt noch eine Lifestylesparte an.

TESTI­MO­NI­AL Til Schwei­ger in sei­ner Rol­le als Wer­be­held der VHV-Ver­si­che­rung

So rich­tig passt es nicht zu­sam­men. Die­se High­tech-Hoch­si­cher­heits­mau­er aus Stahl, die sich der Be­su­che­rin ge­schmei­dig öff­net und hin­ter ihr so­fort wie­der schließt, be­vor Pas­san­ten ei­nen Blick er­ha­schen kön­nen auf das In­nen­le­ben. Und dann die­ser Mann, der emp­fängt: bar­fuß, Jeans, Schluf­fi­look, so­fort per Du.

Til Schwei­ger sieht ein biss­chen zer­knautscht aus, und da­für, dass er eine Mucki­bu­de im Kel­ler hat, hän­gen die Schul­tern ganz schön. Sein über­trie­be­ner Sport­tick rächt sich, der Rü­cken ist ka­putt. Die grau­blau­en Au­gen hin­ge­gen, der Hey-was-willst-du-Blick schräg von un­ten, die krat­zi­ge Stim­me, das Grüb­chen im Kinn – all das ist so, wie man ihn aus sei­nen Fil­men kennt. Nur das schüt­ter wer­den­de Kopf­haar ist neu. Oh, oh, Ende des Jah­res wird er 54.

Schwei­ger steckt sich eine Zi­ga­ret­te an und zieht, das tut er oft, den ma­ri­neblau­en Kaschmir­pull­over (ex­tra­gro­ßer Aus­schnitt, bünd­chen­frei, Schwei­ger-De­sign) über die Knie; eine ty­pi­sche Ges­te jun­ger Mäd­chen, die sich nicht ent­schei­den kön­nen zwi­schen Ver­le­gen­heit und Ko­ket­te­rie. Dann er­zählt er von der At­ta­cke auf das Auto sei­ner Freun­din, das 2013 ab­ge­fa­ckelt wur­de. Der Fall wur­de bis heu­te nicht ganz auf­ge­klärt. Seit­her die Schutz­mau­er.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2017.