Drahtzieher

Das Vorbild? Rupert Murdoch!

DAZN CEO James Rushton hat sich die Rechte für die Champions League gesichert – und jede Menge Geld.

VOR­SICHT, PIT­BULL Ja­mes Rush­ton sieht nett aus, ist aber zur Ag­gres­si­vi­tät ver­dammt

Der Chef geht in der Grup­pe an der Kaf­fee­bar un­ter. Un­ter den jun­gen Män­nern der Sport­mar­ke­ting­fir­ma Per­form nahe dem Flug­ha­fen Lon­don-He­a­throw fällt der Mann im Ku­schel­pull­over kaum auf. Da­bei ver­ant­wor­tet Ja­mes Rush­ton (38) das ehr­gei­zigs­te, geld­schlu­ckends­te, glo­bals­te Aben­teu­er der noch klei­nen Fir­ma – den Sport­strea­m­ing­dienst DAZN, der von Ja­pan und Deutsch­land aus die Welt er­obern und bald auf vier Kon­ti­nen­ten „das Net­flix des Sports“ wer­den will. Über Mit­tag hat Rush­ton ge­ra­de sei­nem Board er­klärt, wie er mit sei­ner jüngs­ten Er­wer­bung Mil­lio­nen Kun­den in Deutsch­land ge­win­nen will. Als Part­ner und Kon­kur­rent von Sky hat er so­eben die Rech­te an der Cham­pi­ons Le­ague für drei Spiel­zei­ten er­wor­ben (ab 2018).

Der Deal sieht vor, dass DAZN deut­lich mehr Li­ve­spie­le voll­stän­dig zei­gen kann als der Pay-TV-Sen­der. Sky hat al­ler­dings bei ei­ni­gen viel­ver­spre­chen­den Be­geg­nun­gen am Mitt­woch den „first pick“ und darf Zu­sam­men­fas­sun­gen der an­de­ren Spie­le zei­gen. So ver­lau­tet es aus Ver­hand­lungs­krei­sen.

Je­den­falls ist DAZN seit dem Deal mit ei­nem Schlag auf der Büh­ne des gro­ßen Sports. Rush­ton selbst sagt nichts zur Auf­tei­lung der Rech­te, freut sich aber, sei­nem Geld­ge­ber in des­sen Lon­do­ner Haus den Deal na­he­brin­gen zu kön­nen. Der Mul­ti­mil­li­ar­där Len Bla­vat­nik (60) sei ak­tiv in das Ge­schäft in­vol­viert, er­zählt Rush­ton. Bla­vat­nik, Groß­in­ves­tor bei War­ner Mu­sic und Spo­ti­fy, schaue re­gel­mä­ßig bei ihm im Büro vor­bei. Er glaubt fest, dass nach der Mu­sik­in­dus­trie auch im Sport-Pay-TV nichts bleibt, wie es war.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2017.