UNTERNEHMEN

Helden der Halde

RETHMANN Mit robusten Methoden dominiert die Familie das Entsorgergeschäft. Jetzt stößt sie erstmals auf ebenbürtige Kontrahenten.

Nor­bert Reth­mann ist ein hoch­ge­wach­se­ner, rüs­ti­ger Herr von 77 Jah­ren, mit ho­her Stirn und wei­ßem Haar­kranz, und ein Lieb­ha­ber des Land­le­bens. Vor lan­ger Zeit schon hat er sich aus der müns­ter­län­di­schen Hei­mat in die Wei­ten Meck­len­burg-Vor­pom­merns auf ein Land­gut mit sechs­ein­halb­tau­send Hekt­ar Aus­lauf zu­rück­ge­zo­gen – und sei­nen vier Söh­nen das un­ter­neh­me­ri­sche Le­bens­werk über­las­sen. Seit­dem scheint Reth­manns All­tag ge­nau­so be­schau­lich zu sein wie die Ge­gend. Die Vieh- und Land­wirt­schaft ge­dei­hen. Ge­le­gent­lich tauscht er mal ein Wald­stück mit der Lan­des­re­gie­rung. Und wenn ihm nach Ver­gnü­gen ist, holt er sich ei­nes der Ge­fähr­te aus sei­nem Kut­schen­mu­se­um zur Aus­fahrt.

So weit die Aus­stei­ger­v­er­klä­rung.

Tat­säch­lich ist der Se­ni­or im­mer noch der Kopf ei­nes der größ­ten, ag­gres­sivs­ten und zu­gleich ver­schwie­gens­ten Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men des Lan­des. Regt sich et­was in dem wei­ten Fir­men­reich, zu dem der Lo­gis­ti­ker Rhe­nus, der Tier­kör­per­ver­wer­ter Sa­ria und Deutsch­lands größ­ter Ab­fall­ent­sor­ger Re­mon­dis ge­hö­ren, dann hält es den Eh­ren­auf­sichts­rats­vor­sit­zen­den der Fa­mi­li­en­hol­ding nicht mehr bei Pferd und Stall. Dann mischt er mit wie in frü­he­ren Zei­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2017.