NAMEN UND NACHRICHTEN

Opfergang

METRO Die Spaltung soll Aufbruchstimmung wecken – doch die Realität ist deprimierend.

WIE FREI HAT ER SICH WIRK­LICH GE­SPIELT? Me­tro-Ka­pi­tän Olaf Koch

Die bei­den Re­gis­ter­rich­ter Frank Poll­mä­cher und Ste­phan Pon­ce­let muss­ten sich füh­len wie die Ge­burts­hel­fer von et­was ganz Gro­ßem. Als das Düs­sel­dor­fer Amts­ge­richt Mit­te Juli die Auf­spal­tung der Me­tro AG in eine Food-Spar­te ("Me­tro") und ei­nen Elek­tro­nik-Re­tailer ("Ce­cono­my") in das Han­dels­re­gis­ter ein­trug, schien da­mit das wich­tigs­te Pro­jekt seit Be­ste­hen des Kon­zerns ab­ge­schlos­sen. Die „Neue Zür­cher Zei­tung“ rief für die bis­he­ri­ge Me­tro-Toch­ter Me­dia-Sa­turn schon den „Un­ab­hän­gig­keits­tag“ aus.

Tat­säch­lich je­doch könn­ten die Be­gleit­um­stän­de der Neu­for­mie­rung un­vor­teil­haf­ter kaum sein. Die No­tie­rung zwei­er neu­er Bör­sen­wer­te fällt zu­sam­men mit ei­nem Sam­mel­su­ri­um recht­li­cher Aus­ein­an­der­set­zun­gen und Pro­ble­men im ope­ra­ti­ven Ge­schäft. Be­son­ders fa­tal: Die An­füh­rer der Me­tro AG ha­ben mit Fehl­ent­schei­dun­gen in Se­rie per­sön­lich da­für ge­sorgt, dass aus der Selbst­z­er­le­gung ein Op­fer­gang wer­den könn­te.

Und das, ob­wohl der Kon­zern für eine Ar­ma­da von Ban­kern, An­wäl­ten, Steu­er­be­ra­tern, Wirt­schafts­prü­fern, Stra­te­gie- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­con­sul­tants bis April schon 44 Mil­lio­nen Euro aus­ge­ge­ben hat. Sat­te 100 Mil­lio­nen könn­ten es wer­den, pro­gnos­ti­ziert Me­tro selbst. Und das wird am Ende ver­mut­lich nur ein Teil des im­men­sen Auf­wands für das Groß­pro­jekt na­mens „2Mor­row“ sein.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2017.